Salat to go – wir retten was zu retten ist

wir_retten_was_zu_retten_istMorgens um kurz nach 6 am Bahnhof. Die Leute stürmen in die Geschäfte und kaufen sich alles was es so “to go” gibt. Also Sandwiches, Salate, Fertiggerichte für die Mikrowelle usw.. Wenn ihr mal etwas Zeit beim Umsteigen habt, gönnt euch diesen Anblick. Ich habe mal geschaut, was da so alles in diesen tollen “to go” Gerichten ist. Gesund ist sicherlich anders, aber es geht schnell. Einfach kaufen, bei der Arbeit auspacken, evtl. schnell in die Mikrowelle stellen und schon ist es fertig. Der moderne Mensch hat wohl keine Zeit mehr.

Ich selber gönne mir einen Teil vom Sonntag für das Vorbereiten von meinen Salaten oder Mittagessen, welche ich in die Arbeit mitnehme. So habe ich immer etwas dabei, was mir gut tut. Ehrlich gesagt, viel Zeit brauche ich nicht dafür, einfach nur ein paar gute Ideen, die ich in allen möglichen Kochbücher finde. Für den Transport habe ich eine kleine Kühltasche und einen Kühlakku. So bleibt alles auch in überhitzen Zügen schön kühl.

So sind wir bei dem Thema der derzeitigen Rettungsaktion, Essen zum Mitnehmen. Von mir gibt es zwei Arten von Geflügelsalat für eine Person. Zeit zum Vorbereiten: so ca 25 Minuten.

Geflügelsalat mit Rucola und Johannisbeeren
200 g Hähnchenfilet
2 Handvoll Rucola (ca 40 g)
100 Johannisbeeren

Dressing
1/4 TL Senf
1/2 TL Honig
1/2 TL Apfelessig
1,5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Das Hähnchenfilet für gut 15 Minuten in leicht kochender Geflügelbrühe garen. Das Fleisch aus dem Topf nehmen, die Brühe trinken und das Fleisch mit 2 Gabeln in mundgerechte Stücke zupfen. So a al pulled pork. In eine, für den Transport geeigneten, Schüssel geben und auskühlen lassen. Johannisbeeren und Rucola dazugeben.

Die Zutaten für das Dressing vermengen und in eine kleine Dose/Glas geben.

Vor dem Essen den Salat mit dem Dressing vermischen und geniessen.

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Geflügelsalat mit Avocado und Banane
200 g Hähnchenfilet
1/2 grosse oder 1 kleine Avocado
1 EL Apfelessig
Saft einer halben Limette
1 Banane
Koriander oder Petersilie

Das Hähnchenfilet wie oben beschrieben garen und in kleine Stücke zupfen. Wieder in eine Schüssel geben und auskühlen lassen. Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen. Sofort mit dem Limettensaft und dem Essig vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Unter das Hähnchenfleisch vermischen und durchziehen lassen.

Den Koriander bzw. die Petersilie fein schneiden und auf den Salat geben. Bis zum Essen kalt stellen.

Kurz vor dem Genuss die Banane schälen und in Scheiben schneiden. Unter den Salat geben und geniessen.

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(die Nudeln in dem Bild sind in einer Suppe gelandet)

Hier sind die Beiträge der Mitretter

Anna Antonia – Quiche mit Reh und Meerrettich
auchwas – Tartelettes mit Kaki und Blauschimmelkäse
Brigittas Kulinarium – Chioggia-Rübensalat mit Feta to go
Brittas Kochbuch – Chicken Teriyaki Sub
Brotwein – Club Sandwich Varianten – Huhn, vegetarisch, Avocado, Thunfisch
Cakes Cookies an more – Focaccia mit Frischkäse und Rohschinken
CorumBlog 2.0 – Sonnengelber Reissalat zum Mitnehmen
Das Mädel vom Land – Jausenhasen
evchenkocht – Bulgur-Salat mit Hackbällchen
Fliederbaum – Veganes Essen zum Mitnehmen aus Mandelmilchproduktion
genial-lecker – Asiatischen Steckrübensuppe
Katha kocht! – Karotten-Selleriesalat mit Rosinen
Kleines Kuliversum – Wintersalat mit Honig-Senf Dressing aus dem Glas
Madam Rote Rübe – Schoko-Chiapudding mit Cashew-Mandelcreme und Birne – Leckeres zum Mitnehmen
Pane-Bistecca – Chaeschuechli
Unser Meating – Eier-Geflügelsalat to go
Turbohausfrau – Müsli to go

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Kladdkaka

herbst-9475Bei Kochtopf.me richtet Tina von Küchenmomente ihr Blogevent mit dem Titel “typisch Schweden – Schlemmen wie die Schweden” aus. Mein erster Gedanke waren Zimtschnecken. Allerdings gibt es hier schon massig Rezepte davon. Also musste was anderes her. Wie es der Zufall will, sehe ich in einem neuem Backbuch das Rezept von Kladdkaka. Da ich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gebacken habe, habe ich mal wieder den Ofen für dieses Event angeheizt.

für eine 18-20 cm Springform
125 g Butter
125 g Zartbitterschokolade 92-99%ige
50 ml Cold Brew Coffee oder Espresso
2 Eier (Grössse M)
Vanilleschote – Mark von einer halben
1 Prise Salz
40-50 g Erythrit oder richtigen Zucker

Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen.

Butter und Schokolade in eine hitzefesten Schüssel geben und über einem Wasserbad schmelzen. Am Schluss den Kaffee oder Espresso dazugeben.

Die Eier mit Erythrit, Vanillemark und Salz schaumig schlagen bis eine weisse fluffige Masse entstanden ist. Die Schokoladenmasse langsam unterheben. Den Teig in die Springform geben und glatt streichen.

Ab damit in den Ofen und für 40 Minuten backen. Danach auf einem Rost abkühlen lassen, aus der Form lösen und lauwarm geniessen. Gerne mit Schlagsahne oder Coconut-Joghurt und Beeren.

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Ideales Soulfood an einem kalten Tag 😉

Inspiration: Low Carb Backen von Holla die Kochfee – Seite 20

Blog-Event CXLIX - Typisch Schweden (Einsendeschluss 15. Februar 2019)

der erste Halbmarathon

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Dieser Beitrag enthält sicherlich Werbung und/oder Verlinkungen. Das mache ich ganz freiwillig. Auch ohne Entgelt. 

Vor genau einem Jahr habe ich mich für die 10 km im Rahmen vom Freiburg Marathon angemeldet. Irgendwann war klar, dass ich auch mal mit dem Laufen beginnen sollte. Das tat ich dann Ende Januar diesen Jahres. Seitdem bin ich von einem leichten Laufvirus befallen.

Trotz eines Rückschlags (NotOP 3 Tage vor dem 10 km Lauf in Freiburg) habe ich nie ans Aufhören gedacht. Nach den 3 Wochen “Zwangspause” lief ich die Strecke von Steinen nach Lörrach im Rahmen vom “Wiesentäler Wasserlauf“. Gefolgt von den 5 km beim “Basler Frauenlauf“. Dann kam der erste Lauf über 10 km in Winterthur im Rahmen vom Marathon. Munter ging es weiter mit dem “Berner Frauenlauf“. Auch da wieder die 10 km. Als Startläuferin vom Team “SOLAUF” war ich beim “SOLA Basel” dabei. Irgendwann bin ich dann mal etwas übermüdet in Basel beim “wake up and run” gewesen.

Danach habe ich erst mal etwas langsamer gemacht. Mich mit Puls und Herzfrequenzzonen beschäftigt. Bei Polar kann man recht schön Trainingspläne auf seine Uhr laden. Das habe ich getan. Ziel war der “SwissCity Marathon” in Luzern. Okay, erst einmal nur der halbe. Den Sommer durch lief ich fast regelmässig nach Plan. Nebst 3 eher gemütlichen Läufen stand am Mittwoch immer ein Intervall auf dem Plan. Das lief echt super. Man merkt, dass man auch gemütlich langsam schneller wird.

Leider spielt das Leben nicht immer so mit, wie man es gerne hätte. Während meiner Ferien in Südfrankreich kam ein Anruf, dass ich nach Hause kommen sollte. Eine geliebte Person hat leider den Kampf gegen den Krebs verloren gehabt. Trotz des Schicksalsschlag bin ich weiter gelaufen. Das hat mir in dieser Zeit sehr geholfen.

Dann war er da, der 28.10.. Trotz nasskalter 3°C hatte ich einfach nur Lust auf diesen Lauf! Nach 3 Scheiben Hefezopf mit Butter und Honig ging es nicht zu warm angezogen zum Verkehrshaus. Dort war richtig was los. Ich liebe ja diese Stimmung vor so einem Lauf. Manche machen sich verrückt, andere sind in sich gekehrt. Ich bin eher in mich gekehrt, da alles andere eh nichts bringt.

Um 9:30 ging es nach 2 Boxenstopps los. Die ersten 5 km waren von der Strecke her sehr schön, aber mehr auch nicht. Es ging entlang der Luxushotel Meile zum KKL und dann bogen wir ab in Richtung Horwer Halbinsel. Nach den 5 km war ich warmgelaufen.

Nun kam die Zeit, wo ich den Lauf einfach nur noch genossen habe. Berg hoch, Berg runter usw. Wie herrlich! Jede Steigung ging es gemütlich hoch und dann etwas schneller runter. Obwohl?! Da stand ein Schild, dass man langsam runter laufen soll. Ich? Das dürfen die anderen, ich bin da munter runtergerast. Habe das ja jede Woche brav und artig daheim trainiert.

Kurz vor km 10 haben ein paar Leute eine Party gefeiert. Nebst Bier lief der Song “it’s the final Countdown”. Hallo?! Immerhin hat die Musik gut getan. Leicht beflügelt ging es am Vierwaldstätter See entlang nach Horw. Dann kam der Startbereich für die 10 km Läufer. Da war eine riesig Uhr, welche 11:03:00 angezeigt hat. Diese Anzeige hat mich dann für die nächsten Kilometer beschäftigt. Ich musste überlegen, was für eine Zeit mir da genau angezeigt wird. Die normale Uhrzeit kam mir natürlich nicht sofort in den Sinn. Entlang von Schrebergärten ging es zum Fussballstadion. Da durften wir dann auch durchlaufen. Auf einem riesigen Bildschirm habe ich mich dann auch entdeckt. Macht einen ja schon irgendwie stolz. Schick in schwarz – orange – blau gekleidet. Danach kam das Schild, dass jetzt 15 km hinter einem liegen. Yeah!

Das 15 km Schild war für mich auch das Signal für den Gelchip Joker. Gelchip ausgepackt, halbiert und ab damit in die Backen. Es grüsst das rennende Murmeltier auf Nahrungssuche. Nahrung habe ich keine gesucht, aber den berühmten “Mann mit dem Hammer”. Entlang der Bahngleise ging es zurück zum KKL. Die Strecke durch das KKL war der Hammer! Roter Teppich, Zuschauer ohne Ende, ausgestreckte Hände zum Abklatschen und ein cooles Lichtspiel. Irgendwie bin ich da nur durchgeflogen. Am Bahnhof ein kurzer Blick auf die Bahnhofsuhr. 11:50 Uhr. Haben wir wirklich erst 11:50? Sicher? Entlang der Reuss ging es durch die Altstadt und dann noch einmal an den Luxushotels vorbei zum Verkehrshaus. Da war dann nach 21.09 km das Ziel. Wieder mit rotem Teppich und ich mit einem extra breitem Grinsen im Gesicht. Finish! Yes, I did it! Nach 2 Stunden und 36 Minuten war ich nur noch überglücklich. Den “Mann mit dem Hammer” hatte ich nicht getroffen. Der war wohl irgendwo anders unterwegs.

Da man nach so einem Lauf noch gemütlich auslaufen soll, habe ich für UNICEF noch die Extramile gemacht. 500 m waren noch machbar, wenn auch eher langsam. Danach gab es erst mal etwas in den Bauch. Zuerst Bananen und dann das wohlverdiente Läuferbier.

Mein Fazit: immer wieder 🙂

Da ich nun Gefallen an längeren Läufen gefunden habe, will ich nächstes Jahr den HM in Freiburg und in Gelsenkirchen laufen. Daneben will ich mich auf das grosse Ziel “run the Skyline” in Frankfurt vorbereiten. Ja, da will ich mal die 42 km ausprobieren und hoffe, dass der “Mann mit dem Hammer” auch dann wieder anderweitig beschäftigt ist 🙂

Tausend Dank an alle, die mich immer unterstützt und beraten haben. Das sind unter anderem Christoph und Thomas von CitySport Lörrach und Quentin von der Sportmüller Laufgruppe.

 

wie immer, bitte

sunriseMan liegt auf dem Rücken, streckt Arme und Beine nach oben. Bär nennt sich diese Yoga Übung. Bären mochte ich immer sehr gerne, besonders die Gummibärchen aus der Tüte. Die machen Kindern und Erwachsene froh. Steht da jedenfalls.

Wie einige von euch wissen, habe ich letzte Jahr aufgehört “wie immer” zu sein. Stress und Frust wurden nicht mehr weggefressen, sondern anderweitig erledigt. Streikende Gummibärchen auf dem Bürotisch hörten der Vergangenheit an. Auch das Paradies aus der Tüte habe ich nicht mehr inhaliert. Es hat sich doch so einiges getan bei mir.

Inzwischen sind gut und gerne 40 kg weniger Hüftspeck vorhanden. Der ein oder andere Mann schaut mir mal hinterher oder hält mir die Tür auf. Man findet überall was zum Anziehen und traut sich sogar mal im Bikini ins Wasser. Ist irgendwie schön, aber es fühlt sich immer noch seltsam an. Zumal ich nicht nur 1-2 Jahre übergewichtig war. Allerdings werde ich mich vermutlich an dieses neue Lebensgefühl gewöhnen.

Viele Kollegen, Freunde fragen mich, wie ich das geschafft habe. Das war eigentlich ganz einfach, da ich es wollte. Ja, ich wollte abnehmen. Ich wollte kein Diabetes bekommen, keine Fettleber oder sonstige typische Begleiterscheinungen von  Übergewicht.

Nach nun gut 1,5 Jahren Experimentieren habe ich meinen Weg gefunden. Nach diversen Test mit Lebensmitteln, habe ich festgestellt, dass Milchprodukte mir eigentlich nicht gut tun. Von denen bekomme ich unreine Haut und habe recht schnell wieder ein paar Kilos mehr auf den Hüften. So ähnlich verhält es sich bei mir auch mit Getreide. Also habe ich beides sehr stark reduziert und nun geht es mir um Welten besser. Ernähren tue ich mich nach Paleo. Wenig Kohlenhydrate, gute Fette und gutes Eiweiss. Fertigprodukte sind auch tabu. Okay, die habe ich noch nie wirklich gemocht. Keine Sorge, hier und da gibt es auch mal ein Stück Kuchen mit Schlagsahne, aber halt nur noch hier und da.

Ende Januar habe ich das Laufen für mich entdeckt. Hätte nie gedacht, dass ich daran mal so viel Spass haben werde. Inzwischen kann man mir ein “Vorsicht giftig” Schild umhängen, wenn ich mal nicht laufen darf. Nach so einem chaotischen Tag at work tut ein Lauf unendlich gut. Da wird das Gehirn durchlüftet und man fühlt sich happy. Schöner Nebeneffekt: man lernt die Umgebung komplett neu kennen. Neben dem Laufen mache ich noch Yoga, was auch richtig gut tut.

Wie weiter? Am Sonntag laufe ich meinen ersten Halbmarathon in Luzern, 21 km und ein paar Meter. Inzwischen freue ich mich riesig auf den Lauf, die Zuschauer, die Atmosphäre, die Musik und natürlich den Zieleinlauf. Danach will ich noch ein paar Kilos für mein grosses Ziel abnehmen. Das Ziel heisst “run the Skyline” in Frankfurt. Da will ich mich an die 42 km wagen. Irgendwie bin ich mir sicher, dass es klappt.

“Wie immer” wird mein Leben nicht mehr sein und das ist auch gut so.

Mein Schweinehund und ich

“Hinfallen, aufstehen,
Krone richten,
weitergehen”

Eine kleine Geschichte am Anfang. Am 8.4. wollte ich in Freiburg den AOK Gesundheitslauf über 10 km gelaufen sein. Ich war perfekt darauf vorbereitet, bin am Ostermontag vor dem Frühstück zum ersten Mal die 10 km gelaufen. Dachte, was kann jetzt noch passieren. Freiburg kann kommen. Dachte ich. Dann am 5.4. platzte der Traum von Freiburg recht jäh. Ich hatte die Nacht seltsame Bauchschmerzen gehabt, konnte mich drehen und wenden und es wurde nicht besser. Dazu kam ein roter Ausschlag rund um den Bauchnabel. Eine allergische Reaktion, dachte ich. Der Hausarzt meinte, dass ich mich mal den Chirurgen im Unispital Basel anvertrauen sollte. Freiburg? Daran sollte ich lieber nicht mehr glauben, meinte er. Also ging es nach Basel in den Notfall vom Unispital. Dort wurde Blut entnommen, Ultraschall Bilder gemacht und noch vieles mehr. Ich hing irgendwann am Tropf und sollte so schnell nicht mehr davon loskommen. Gegen 17 Uhr stand dann fest, dass ich noch in der Nacht operiert werde. Nabelbruch. Freiburg ade. Gut ging es mir in dem Moment nicht wirklich. Ich wollte doch Laufen und nun darf ich nicht. War die Mühe der letzen Monate womöglich umsonst? Um 22 Uhr wurde ich dann in den OP gebracht. Mir wurde gesagt, dass ich mir beim Einatmen von dem Sauerstoff schöne Gedanken machen sollte. So bin ich wenigstens gedanklich jubelnd über eine Ziellinie gelaufen. An mehr kann ich mich nicht erinnern, nur, dass man mich kurz vor Mitternacht aus der Narkose geholt hat. An Schlaf war danach kaum zu denken. Zuerst eine Stunde im Aufwachraum, dann ging es zurück ins Zimmer. Da wurde regelmässig geschaut, ob alles okay ist. Um 5 Uhr kam der Chirurg, welcher mich operiert hat. Der Nabelbruch war nicht so übel, aber der Abszess direkt darunter hat ihn doch überrascht. Der wurde sauber gemacht und zugenäht. Zum Glück durfte ich nach dem Frühstück nach Hause. Am Sonntag stand ich dann auf etwas wackligen Beinen bei der Messe in Freiburg und habe mir wenigstens den Start angeschaut. An Laufen war zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken. Nun ist das schon eine Weile her und es geht ganz langsam wieder aufwärts.

Die Frage, ob die Mühe umsonst war, haben mir Ärzte und ich mir selber beantwortet. Sie war es natürlich nicht. Ich hatte vor, während und nach den OP immer einen optimalen Puls und Blutdruck gehabt. Zudem bin ich mit den 77 kg nur noch leicht übergewichtig. Das war bei der OP sicherlich auch von Vorteil. Indirekt hat dieser ganze Vorfall auch dafür gesorgt, dass ich mich wieder motivieren konnte weiterzumachen. Laut dem Arzt, der mich entlassen hat, darf ich bald wieder mit dem Laufen beginnen. Die anderen Läufe sollten kein Problem sein.

Wie habe ich aber die ganze Zeit davor meinen Schweinehund in Zaun gehalten? Eigentlich ist das nicht schwer, der Schweinehund ist eigentlich auch gerne draussen und liebt Bewegung. Hier ein paar Tipps von mir:

  • Bezieht Freunde mit ein, welche die euch motivieren und hier und da auch mal einen Tritt in den Allerwertesten geben.
  • Legt die Sportkleidung morgens so hin, dass ihr nach Feierabend daran vorbei müsst. Ich lege die Sportkleidung aufs Bett. Da ziehe ich mich um wenn ich nach Hause komme. Am Samstag lege ich die Laufkleidung schon bereit, so muss ich die am Sonntag nicht erst suchen.
  • Legt Sporttage fest. Ich laufe Mittwochs und Sonntags. Montag und Freitag bin ich im Fitnessstudio. Trage die Sporttage in den Kalender ein, damit sie nicht vergessen werden.
  • Verzichtet zwar hier und da auf bestimmte Lebensmittel, aber gönnt euch diese ab und zu in moderaten Mengen. Ich hole mir hier und da ein Stück Kuchen oder backe selber einen.
  • Belohnt euch! Mein Belohnungskonzept ist etwas eigenwillig, aber es hat funktioniert. Bei -10 kg gab es das erste Tattoo, bei -20 kg das zweite und neulich bei -30 kg das dritte.
  • Dokumentiert euren Erfolg in Form von Fotos.
  • Geht in Geschäfte und probiert neue Kleider, Hosen und Co. an. Ist ein tolles Gefühl, wenn man auf einmal überall was findet.
  • Für jeden km den ihr lauft oder jede Stunde Krafttraining gebt einen Euro oder mehr in ein Sparschwein. Gönnt euch regelmässig etwas schönes dafür.

Es gibt sicherlich noch mehr Tipps, aber diese haben mir echt gut geholfen. Dank der OP kann ich zur Zeit nur Kleider tragen. Da habe ich in Grösse 42 auf einmal eine Auswahl 🙂

Motivation

ich 2.0

dav
”WENN DIR DAS LEBEN IN DEN ARSCH TRITT, DANN NUTZE DEN SCHWUNG,
UM VORWÄRTS ZU KOMMEN.“

So oder so ähnlich begann letztes Jahr meine Umwandlung. Mir selber hat das Leben keinen Tritt in den Arsch verpasst, aber einer sehr geliebten Person mit der Diagnose Fettleber. Da begann es in meinem Kopf an zu arbeiten. Was ist, wenn ich diese Diagnose auch mal bekomme? Kann ich mit 46 noch einmal das Ruder rumreissen? Fragen über Fragen und einer Antwort: ja, ich kann das schaffen!

So habe ich mich letztes Jahr vor der Island Reise damit beschäftigt, wie ich abnehmen kann. Auf Hunger ohne Ende hatte ich keine Lust. Zudem wollte ich weiter kochen. Nach langen Nächten im Internet hatte ich meine Methode gefunden: Intervallfast, Esspausen oder kurz IF. Ich entschied mich für 16:8, was soviel heisst, dass ich 8 Stunden lang essen darf und 16 Stund lang faste. Klingt nicht machbar? Ist es!

So begann ich nach dem Urlaub in Island mit IF. Ich habe gefrühstückt, zu Mittag gegessen und dann war Schluss bis zum nächsten Morgen. Ich hatte Abends Zeit für den Balkon, konnte lesen ohne Ende und hatte keinen Stress mehr, dass ich mir noch etwas zu essen machen muss. Einfach viel Zeit! Das war herrlich. Wenn ich früher nach Hause kam, dann ging es am Anfang ins Badi. So vergingen die ersten Monate und die Kilos purzelten. Schön langsam, da sie ja auch nicht über Nacht auf den Hüften waren.

Der Sommer kam und ging. Mit ihm gingen weitere Kilos. Ich habe den Sommer im Naturbadi in Riehen verbracht. Am Anfang nur wenige Runden und dann immer mehr. Brav ging es immer mit dem Fahrrad dorthin. Schön ist auch, wenn man Freunde hat, die einen doch überreden, dass das Baden auch bei 2-3 Wolken am Himmel Spass macht. Danke Sandra!

Nun war der Herbst da. Das Naturbad machte bald zu und so musste eine Alternative her. Also meldete ich mich in einem Fitnessstudio an. Damals immerhin schon unter 100 kg, aber immer noch viel zu schwer. Dann kam das erste berühmte Plateau. Nix ging mehr. Nix nach oben, nix nach unten. Die Waage wäre beinahe aus der Wohnung geflogen. Also habe ich im Eiltempo das Buch “Fettlogik überwinden” gelesen. Eine Fitnessapp später wusste ich, dass ich mehr esse als ich verbrauche. Problem erkannt, Problem behoben. Nun ging es weiter nach unten. Ich flog in den Spreewald, den ich mit dem Fahrrad unsicher gemacht habe. Weiter ging es nach Dresden zu guten Freunden. Vielen Dank an Moni und Dirk für die schöne Zeit.

Der Winter kam und ich näherte mich den 80 kg. Bei dem Checkup im Fitnessstudio kam raus, dass ich zu viel Cardio mache und 1,7 kg Muskelmasse verloren hatte. Das nächste Problem erkannt und behoben. Nun gab es ein Krafttraining Programm für mich. Regelmässig wurde das Gewicht erhöht und plötzlich konnte man Muskeln erahnen. Yeah! War ich stolz. Über Silvester ging es kurz nach Island. Danach hatte ich immer noch keine Nordlichter gesehen, hatte zum Glück auch nicht mehr Gewicht auf der Waage.

Zurück im Alltag begann ich mit dem Laufen. Erst 3-4 km mit einigen Gehpausen. Die Gehpausen wurden immer weniger und nun laufe ich 8 km durch. Per Zufall entdeckte ich auf Facebook bei Sportmüller das Angebot für ein Lauftraining. Erst wollte ich nur die Vorträge anhören, aber dann bin ich doch geblieben. Quentin und Martin machen das ganz toll.

Mit dem sportlichen Erfolg kam auch das nächste Plateau bei genau 80 kg. Ich hätte schreien können. Nicht schon wieder … Die Rettung kam in Form von Sergej, einem Mitarbeiter von ultrasports. Er erklärte uns alles über die F-AS-T Formel. Low Carb und viel gute Fette. Ich war zuerst skeptisch, aber da ich von Natur aus neugierig bin, probierte ich es aus. Ja, es klappt wunderbar. Es reicht wohl wirklich, wenn man Kohlenhydrate über Gemüse aufnimmt. So schmolzen wieder die Pfunde. Nach gut einer Woche sind es fast 3 kg weniger gewesen.

Nun bin ich bei 77 kg angekommen und ein paar weitere Kilos dürfen noch schmelzen. Ich bin mir auch sehr sicher, dass dies noch klappen wird.

Ich freue mich nun schon riesig auf meinen ersten Lauf (AOK Gesundheitslauf) in Freiburg am 8.4., dann nehmen wir mit der Laufgruppe am Wiesentäler Wasserlauf am 28.4. teil, gefolgt vom Frauenlauf in Basel am 6.5 und dem Wake up and run Lauf in Basel Ende Juni. Wenn ich am 8.4. am Start stehe, dann wird das für mich sicher sehr emotional werden. Vor fast genau einem Jahr begann meine Umwandlung in eine sportlicher, fitter und inzwischen viel entspanntere Person.

Was lernen wir daraus? Alles ist machbar, wenn man es selber nur will! Das alles wäre nicht möglich gewesen, wenn ich selber nicht gewollt hätte.

Tausend Dank an alle, die mich unterstützen, an mich glauben und nicht hängen lassen!

wir retten was zu retten ist: das Ei

eggDie Gruppe “wir retten was zu retten ist” feiert Geburtstag. Diesen Anlass möchte ich nutzen und all den Rettern und Sina und Susi für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Für mich wird das vorerst die letzte Rettung gewesen sein. Ich trainiere zur Zeit für 3 Läufe in den nächsten Monaten und will zudem noch die letzten 10 kg abnehmen. Mir hat das Retten immer sehr viel Spass gemacht, aber nebst all dem Sport komme ich kaum mehr zum Bloggen. Mal schauen, wie das hier weitergehen wird.

Die Geburtstagsrettung dreht sich um das Thema Rund ums Ei. Ich esse zur Zeit recht viele davon. Da ich noch ein paar Muskeln brauche, kommt das Ei in meinem Ernährungsplan nicht zu kurz. Das Ei ist voller Eiweiss und gesunden Fetten. Perfekt für jeden Sportler. Da ich kurz vor dem AOK Gesundheitslauf in Freiburg die Kohlenhydrate runtergeschraubt habe, gibt es von mir ein wunderbar pochiertes Ei auf dem Hüttenkäse Brötchen.

für 1 Brötchen
1 Hüttenkäse Brötchen
etwas Postelein oder Salat
1-2 Scheiben geräucherten Lachs aus Wildfang
1 Ei

Das Hüttenkäse Brötchen kurz auftoasten. Mit Postelein und Lachs belegen. Nun das Ei in eine Tasse aufschlagen. Wasser mit einem Spritzer Essig zum Kochen bringen. Mit einem Schwingbesen einen Wirbel produzieren und das Ei in die Mitte davon platzieren. So schwingt sich das Eiweiss perfekt um das Eigelb. Das Ei für ca 3-4 Minuten pochieren. Rausnehmen und auf den Lachs platzieren. Mund auf und rein damit 😉

geburtstag_rettungsgruppe

Hier sind die Beiträge der anderen Retter:
1x umrühren bitte aka kochtopf – Fettuccine Pop-Ei
Anna Antonia – Coddled Eggs
auchwas – Eierlikör und Angel-Food-Cake
Brittas Kochbuch – Huevos Rancheros
Brotwein – Eiersalat mit Speck – ein herzhafter Aufstrich
Cakes Cookies an more – Eier-Sandwiches
CorumBlog 2.0 – Skrei Mit Yuzu-Aioli
Das Mädel vom Land – Eiaufstrich mit Topfen
evchenkocht – Allerbester one and only Eiersalat meiner Mama
Fliederbaum – Gefüllte Eier
genial-lecker – Eiertartar
giftigeblonde – Geburtstags Ei – Ei Lachsforellen Salat
Katha kocht! – Eiersalat selber machen – die leichte Variante mit Joghurt
Leberkassemmel und mehr – Möhrenkuchen
Madam Rote Rübe – Eiersalat mit Rote Bete und Senf-Dill-Creme
magentratzerl – Chinesische Tee-Eier
Münchner Küche – Klassischer Eiersalat
our food creations – Ei im Glas
Schmeckt nach mehr – Eiersalat mit Kräutern
Summsis Hobbyküche – Eiercreme – Geburtstagsrettung
The Apricot Lady – Eierspeisbrot und andere Ideen mit Ei
Turbohausfrau – Salat mit Eierstreifen
Unser Meating – Schinken-Ei-Sandwich