nachgebacken: Spargeltarte

SpargeltarteDer Frühling ist nun auch in der Küche eingezogen. Auf den Märkten der Region gibt es nun wieder Spargel in allen Klassen, also grosse, kleine, dicke, weniger dicke und so weiter. Den in grün gibt es natürlich auch. Neulich habe ich sogar ein Bild von violettem gesehen. Den gibt es hier allerdings nicht.

Ich selber liebe den Frühling. Alles blüht, der Balkon schreit nach Setzlingen und ich bin dauernd müde. So oder so ähnlich. Jedenfalls habe ich mich diesen Frühling übereden lassen für Kollegen von der Arbeit zu kochen. Allerdings nur im kleinem Kreise und wirklich nur für Leute, die ich auch mag. Zuerst wollte ich so ein übergrosses Menü kochen. Also mit allem was dazu gehört: Vorspeise, Hauptspeise und ein Dessert. Zum Schluss haben wir es etwas gekürzt auf Apéro, Spargeltarte und verschiedene Desserts. So bin ich bei der Spargeltarte von Kerstin gelandet. Die geht super schnell und ist einfach nur super lecker. Man kann auch wunderbar mit den Gewürzen/Kräutern spielen. Ideal für mich. Der Riesling von Kerstin hätte bestimmt auch super dazu gepasst.

für eine 28 cm Tarteform braucht ihr:
Mürbeteig
300 g Mehl
150 g Butter, gewürfelt
1 Ei (M)
1 TL Salz
Olivenöl, nach Bedarf

Füllung
400 g Schmand
4 Eier (M)
Kräuter/Gewürze (Shiso, Kerbel oder gute Laune von Sonnentor – je nach Lust und Laune)
100 g Parmesan, fein gerieben
Salz, Pfeffer
200 g weissen Spargel, geschält
200 g grünen Spargel, die Enden geschält

Zuerst alle Zutaten für den Mürbeteig gründlich vermengen. Es sollte ein elastischer Teig entstehen. Falls er zu trocken ist, Olivenöl darunter mischen. Ist er zu flüssig, Mehl dazu geben. Den Teig auf Backpapier passend ausrollen und beides in die Tarteform geben. Für ca 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 200°C (Ober-und Unterhitze) vorheizen.

Für die Füllung Schmand, Eier, Parmesan und fein geschnitte Kräuter vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Spargel quer halbieren. Den Spargel auf dem Teig verteilen, evtl. von der Länge her anpassen und darüber die Schmand-Eier Masse geben.

Die Tarte für 45 Minuten backen. Danach min 10 Minuten ruhen lassen. Nun mit einem grünem Salat servieren.

Spargeltarte

Pear & Chocolate spread

pear & chocolate spreadEs ist Eventzeit auf so vielen Blogs. Da sucht Sibel von Insane in the Kitchen nach “death by chocolate” Rezepte (hosted by zorra). Zudem feiert Simone von S-Küche ihren zweiten Bloggeburtstag mit dem Thema “Guten Morgen Sonnenschein – das Frühstücks Blogevent“.

Passend für beide habe ich das ultimative Rezept in dem Schoggi-Kochbuch von Green & Black’s “unwrapped” gefunden. So kam es, dass ich heute (ja, Feiertag) mal schnell in die Schweiz gefahren bin, um all die Zutaten zu kaufen. Okay, ich wohne direkt an der Grenze und zu Fuss sind es bis zum coop (der hat immer offen) ca 19 Minuten. Wieder daheim konnte ich mit der Kocherei losgehen. Das Ergebnis ist ein absolut genialer Aufstrich aus Birne und Schokolade. Der passt laut Kochbuch perfekt zu Pancakes oder morgens auf eine Scheibe Brot. Man kann den Aufstrich auch wieder erwärmen und über Vanilleeis geben. Endlos viele Möglichkeiten also ;-)

für ca 2-3 * 340 g Marmeladengläser
1,3 kg reife, aber feste Birnen (Williams wird empfohlen)
750 g Zucker
Saft einer grossen Orange
Saft einer Zitrone
250 g dunkle Schokolade (bei mir 70%), gehackt

Man schält die Birnen, schneidet sie in Viertel und entkernen sie. Diese Viertel mit Zucker, Orangen- und Zitronensaft in einem grossen Topf vermengen. Alles einmal aufkochen lassen. Die Masse in eine Schüssel umfüllen und die gehackte Schokolade unterheben. Rühren bis die Schokolade geschmolzen ist. Die Schüssel abdecken und über Nacht an einen kühlen Ort stellen.

Am nächsten Morgen alles in einen grossen Topf geben. Aufkochen lassen und ca 40-60 Minuten köcheln lassen. Die Masse sollte 105°C haben und bei der Probe sofort fest werden. Die Marmeladengläser sterilisieren und die heisse Masse einfüllen. Sofort verschliessen und auf den Deckel stellen. So min 5-10 Minuten abkühlen lassen.

Der Aufstrich hält sich für min 3 Monaten.

Blog-Event CVIII - Death by Chcolate (Einsendeschluss 15. Mai 2015)

Guten Morgen Sonnenschein - Das Frühstücksevent vom 10.04. bis 10.05.

anna’s finest

Das Leben ist voller Zufälle. Wie der Zufall es wollte war ich als Helferin bei ProSpecieRara auf der Gardina. Dort wollte der Zufall, dass ich von anna’s finest erfahren habe. Bei dem Stadt-Tomaten Fotowettbewerb gibt es eine Tafelrunde für 8 Personen bei ihr zu gewinnen. Weiter ging es mit ganz vielen Zufällen und der letzte sorgte dafür, dass ich am 18.4. Anna und Cathrine (und natürlich ganz viele andere ganz tolle Leute) kennenlernen durfte.

Die “Koch WG” von Anna, Cathrine und Valentin organisieren regelmässig Tafelrunden bei sich im wunderschönem Haus am Wellenberg 5. Der Abend begann bei uns mit einem Apéro im Garten mit lufgetrocknetem Ziegenricotta und bestem Vinho Verde. Der Ausblick von dort ist einfach nur traumhaft: Zürichsee und die Berge im Hintergrund.

Weiter ging es an zwei grossen Tafeln im Haus mit weiteren Gängen zu dem Thema “Gitzi & Geiss”:
Gitzilber mit Radicchio, Apfel und Walnüssen
Wellenberg 5 #07

Ziegenfrischkäse Ravioli mit Artischocken
Wellenberg 5 #07

Gitzi Spare-Ribs, Gitzi Kotlett mit Spargel, Frühlingszwiebeln und Bärlauch
Wellenberg 5 #07

Geissen Tajine mit Couscous und Ziegenquark
Wellenberg 5 #07

Ziegenkäse mit Birnenhonig
Wellenberg 5 #07

Ziegenmilchglacé mit Rhabarber und Erdbeeren
Wellenberg 5 #07

Rundum glücklich fiel ich nach diesem Abend in mein Rosen-Himmelbett und schlief zufrieden ein. Schon lange habe ich nicht mehr so gut gegessen. Fleisch und Käse kamen von Toni Odermatt aus Stans von glücklichen Ziegen.

Ihre Tafelrunden haben Anna und Cathrine in einem Kochbuch dokumentiert. Es entstand ein wunderbares Kochbuch mit saisonalen Rezepten, wunderschönen Fotos und tollen Geschichten aus ihrem Leben. Zudem hat es noch Portraits von Hersteller in diesem Buch. So kam es, dass gleich ganz viele Rezepte auf meiner “muss ich unbedingt ausprobieren” Liste gelandet sind. Die ersten Rezepte habe ich ausprobiert und nun habe ich keine Angst mehr vor Ossobuco oder Schweinebauch. Auch Ravioli werde ich nun wieder etwas häufiger machen. Zudem werde ich dieses Jahr unter das Thema “nose to tail” stellen und mich mutig an Innereien, Schwartenmagen etc. trauen. Das Kochbuch wird mir dabei bestimmt helfen, dass dies nicht mit Pleiten, Pech und Pannen enden wird.

zu Tisch zu Tisch zu Tisch

Wie ich gehört habe, wollen Anna und Cathrine ein Kochbuch passend zum Saisonkalender schreiben. Macht es bitte!

Hühner-Biriyani (omani style)

Hühner-Biriyani Omani StyleDie liebe Zorra lädt zusammen mit Oryza zu der “¡Fiesta del arroz!” ein. Diese Fiesta kommt passend, da ich ein Gericht aus dem Oman unbedingt probieren wollte.

Im Oman gibt es viele Souqs und dort kann man richtig gut Gewürze kaufen. Kardamom, Safran (meistens aus dem Iran), Zimt, Nelken, Sternanis und lokale Gewürzmischungen. So eine Gewürzmischung habe ich mir auch gegönnt. Sicherlich sind Zimt, Nelken, Kardamom, Pfeffer und Kurkuma drinnen. Laut dem Händler sind da bis zu 17 verschiedene Gewürze enthalten! Nebst Gewürzen gibt es auf dem Souq auch noch frisches Obst und Gemüse. Ein Ort, wo ich stundenlang verweilen kann.

Die Küche im Oman hat starke indische Einflüsse. So ist Biriyani auch ein Gericht, dass man dort sehr gerne isst. Dazu reicht man Minzjoghurt, Hummus, Salat, Daal und natürlich das Fladenbrot. Gegessen wird mit der rechten (reinen) Hand. Das macht richtig Spass an einem schönen Picknick Ort irgendwo in den Bergen oder in einem Wadi.

So, nun geht es ab in die Küche :-)

für 2 hungrige Personen
1 Stubenküken (ca 500-600 g), zerlegt in 6-8 Teile
1 Stück Ingwer (ca 1,5 cm), gerieben
1 Knoblauchzehe, gerieben
100 g Joghurt
1 EL omanische oder arabische Gewürzmischung
Salz
2 Zwiebeln
3,5 EL Ghee
2 Kardamomkapseln
3 Nelken
1/2 Stange Zimt
1 getrocknete Limette, halbiert
200 g Basmatireis
25 g Rosinen
2 EL Milch
6-7 Safranfäden
2-3 EL Mandelblättchen

1 Römertopf

Joghurt mit Ingwer- und Knoblauchmus, Gewürzmischung und Salz vermischen. Die Hähnchenteile damit verrühren und für min 2 Stunden marinieren.

1 Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. 1,5 EL Ghee in einem Topf erhitzen, die Gewürze und Zwiebelwürfel anrösten. Hähnchen samt Marinade dazugeben und aufkochen lassen. Evlt. etwas Wasser hinzugeben. Für ca 1/2 Std. köcheln lassen.

Hühner-Biriyani Omani Style

Den Reis für 1/2 Std. in reichlich kaltem Wasser einweichen, in ein Sieb geben und mit Rosinen in leicht gesalzenem Wasser ca 5 Minuten kochen. Den Reis abgiessen und abtropfen lassen.

Den Ofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Hähnchen mit Sauce in den Römertopf geben, den Reis darauf verteilen. 1 EL Ghee und die Milch erhitzen und den Safran darinnen auflösen. Die Safranmilch über den Reis verteilen. Den Topf mit dem Deckel gut verschliessen und für ca 1 Std. in den Ofen geben.

Hühner-Biriyani Omani Style
Hühner-Biriyani Omani Style

Die restliche Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Das restliche Ghee erhitzen und Zwiebeln darin braun braten. Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten.

Reis und Hähnchen auf einer Platte verteilen. Zwiebeln und Mandeln darüber streuen.

Dazu passt Minzjoghurt, Salat und natürlich ein Fladenbrot.

So, habt ihr eure rechte Hand mit Wasser abgespült? Falls nein, okay, man kann das auch mit Messer und Gabel essen.

Blog-Event CVII – ¡Fiesta del arroz! (Einsendeschluss 15. April 2015)

Falafelburger

Schatzsuche im Vorratsschrank – Dauerevent

Bei Susanne von magentratzerl gibt es das Dauerevent “Schatzsuche im Vorratsschrank“. In meinen Vorratsschränken hat es auch einige Schätze. Meistens fliegen sie einem beim Öffnen der Tür auch gleich entgegen. So wie neulich die schwarzen Kichererbsen. Gekauft vor einiger Zeit in Züri im hiltl Shop, seitdem gerade einmal verwendet. Damals gab es Falafel und nun sollten es auch wieder Falafel werden. Allerdings gut verpackt in einem Burger mit dem besten Hummus ever und einer feinen Minzjoghurtsauce. Los geht es.

für 2 Burger
Falafel
125 g Kichererbsen
1 kleine Zwiebel
1/2 Bund Petersilie
2-3 TL Gewürzmischung aus dem Oman (alternativ: 1/4 TL Kreuzkümmel und 1/2 EL Currypulver)
1/2 TL Paprikapulver
1/2 TL Backpulver und 1/2 TL Wasser

Die Kichererbsen über Nacht (12 Std.) in reichlich kaltem Wasser einweichen lassen. In ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Alle Zutaten bis auf das Backpulver und Wasser sehr fein pürieren. Backpulver mit Wasser vermischen und zugeben. Alles gut vermischen und die Masse für 20 Minuten ruhen lassen. Öl auf 175°C vorheizen. Aus der Masse 10 flache Bällchen formen. Diese im heissem Öl knusprig fritieren und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Falafel

rote Bete Hummus:
2 kleine rote Bete oder eine mittelgrosse
1 EL Olivenöl
2-3 Zweige Thymian
1 Dose Kichererbsen
1 EL Tahini
1-2 EL Zitronensaft
Salz

Den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen. Die rote Bete schälen und in Stücke schneiden. Auf eine Lage Alufolie das Olivenöl, die rote Bete und den Thymian geben. Alles gut zu einem Päckchen verpacken und in den Ofen geben. Für ca 40-60 Minuten im Ofen garen. Danach die rote Bete abkühlen lassen. Während die rote Bete im Ofen ist, die Kichererbsen im Sieb abtropfen lassen. Für ein noch besseres Hummus die Kicherbsen von der Haut befreien. Klingt nach viel Arbeit, geht aber doch recht flott. Nun alle Zutaten in einen Mixbecher geben und pürieren. Nach Bedarf noch etwas Zitronensaft hinzufügen.

Minzjoghurt
2 EL Joghurt
frische oder getrocknete Marrokanische Minze (fein geschnitten)
Salz

Joghurt mit Minze und Salz vermischen.

2 Pitabrote und Salatblätter

Die Pitabrote im Toaster schön knsuprig toasten, aufschneiden und etwas auskühlen lassen.

In das Pitabrot etwas von dem roten Bete Hummus geben. Ein Salatblatt darauf legen. Nun kommen 5 Falafel darauf und zum Schluss das Minzjoghurt darüber. Fertig ist ein wunderbarer Falafelburger.

Falafel Burger

Toad in the Hole

Toad in the HoleDie liebe Dorothée feiert weiterhin Bloggeburtstag und sucht immer noch “Souvenirs in der Küche“.

2004/2005 bin ich zuerst ein halbes Jahr jedes Wochenende von England nach Deutschland und zurück gependelt. Danach habe ich ein halbes Jahr dort gewohnt. Dort konnte ich mich mit der englischen Küche geschäftigen, komplett in den dortigen Supermärkten verloren gehen und vieles lernen. Das war eine Zeit, die ich nicht mehr missen will.

Ich durfte lernen, dass es nicht überall Backpulver und Vanillezucker in Päckchen gibt. Was nun? Stehe in England in einem Supermarkt und da gibt es das nur in grösseren Verpackungen. Wieviel ist in so einem Päckchen? Hmmm! Damals gab es noch nicht überall Internet, WiFi war noch nicht wirklich bekannt und so habe ich nie wieder versucht, ein Rezept aus Deutschland zu probieren ;-) In England misst man alles mit Esslöffel oder Teelöffel ab, für grössere Mengen gibt es Cups. Im Supermarkt gab es damals Mehlsorten, von denen ich nicht wusste, dass sie existieren. An der Kasse wurde man mit “hey my love, how are you doing” begrüsst. Da ist das ganz normal, aber am Anfang denkt man sich schon “kennen wir uns?”. So habe ich in einem halben Jahr sehr viel gelernt. Auch, dass es dort viel mehr Käsesorten gibt, die besseren Saussages und auch die besseren Fertiggerichte.

Im TV folgte ich den Beginnen der Karriere von Jamie Oliver. Der hat damals das F Wort in jeden Satz mehrfach untergebracht. Dann gab es noch die “Hairy Bikers”, die bei mir zuerst die “Hairy Bakers” waren, da sie in der Sendung nur Brot gebacken haben. Gordon Ramsey darf man nicht vergessen. Allerdings habe ich den nicht so häufig angeschaut. Ach ja, die erste Folge in Europa von “Masterchef goes large” habe ich auch geschaut.

Wenn ich nicht im Supermarkt verloren durch die Gegend gelaufen bin, nicht gekocht habe, nicht gerade TV geschaut habe oder auf Reisen war, dann war ich mit Kollegen in Pubs und Restaurants. Man mag ja über die Küche auf der Insel sagen was man möchte, aber ich fand und finde sie immer noch super lecker. So ein gutes Roast mit Mintsauce und Yorkshire Pudding. Göttlich. Oder frische Scones mit clotted cream und Marmelade.

Nebst einiger Kochbüchen, sind noch Backformen (quadratische), Messlöffel und Cups in allen Grössen mit mir nach Hause geflogen. Vielen Dank noch einmal an easyjet, dass ihr damals alle, aber wirklich alle Augen beim Gepäck zugedrückt habt.

Zu dem Gericht “Toad in the Hole” gibt es noch eine Geschichte. Als ich 43 wurde, habe ich von meiner Patentante all die alten Kochbücher meiner Oma bekommen. Sie hatte sie geschrieben, als sie in einem Restaurant gearbeitet hat. Das muss so um 1920 gewesen sein in Neisse. Da steht doch tatsächlich ein Rezept für “Toad in the Hole” drinnen. Leider konnte mir bis heute niemand erklären, wie so ein altes Rezept aus England in diesem Kochbuch gelandet ist.

Toad in the Hole

So nun zu dem Rezept:
für 6 Toad in the Holes

gut 150 ml Milch
1 Zweig Rosmarin
3 Zweige Thymian
1 Knoblauchzehe, angequetscht
3 Pfefferkörner

Alles im Topf aufkochen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Durch ein Sieb geben und 150 ml abmessen. Zur Not mit Milch auffüllen.

112 g Mehl
2 Eier, verquirlt
1 gute Prise Salz
die 150 ml gewürzte Milch von oben

Das Mehl mit den Eiern, Salz und zuerst der Hälfte der Milch verrühren. Dann die restliche Milch dazugeben. Alles gut vermischen. Es dürfen keine Klümpchen vorhanden sein.

In 6 Mulden einer Muffinform mit je 1/2 Bratöl geben. Diese in den Ofen geben und diesen auf 270°C (Ober- und Unterhitze) heizen.

In der Zwischenzeit 6 Nürnberger Rostbratwürstchen (oder andere kleine Bratwürste) in etwas Öl braun braten.

Die Muffinform aus dem Ofen nehmen (Vorsicht sehr heiss!!), die Würste und den Teig auf die 6 Mulden verteilen. Die Form zurück in den Ofen geben, die Temperatur auf 230°C reduzieren und die Toads für 20 Minuten garen. Die Form aus den Ofen nehmen und die Toad in the Hole mit Apfel-Zwiebel Gravy und Salat servieren.

Toad in the Hole

4. Geburtstags-Blog-Event - Souvenirs in der Küche

Reispudding mit Dattelkompott

Die liebe Dorothée feiert ihren 4ten Bloggeburtstag und wünscht sich “Souvenirs in der Küche“. Nichts leichter als das ;-)

Seit nicht einmal 48 Stunden bin ich nun zurück aus dem Oman. Was soll ich sagen? WOW! Land und Leute haben mit faziniert. Die Landschaft ist traumhaft schön. Dann ist da noch das Essen. Göttlich! Was ich mir aus dem Oman mitgebracht habe? Datteln – Datteln mit Sesam, mit Honig, mit Mandeln, als Konfekt, als Sirup und einfach die getrockneten, welche man zum omanischen Kaffee reicht.

Oman 2015

Dattelpalmen findet man im Oman überall. Egal ob in den Bergen auf knapp 1000 Metern oder in grünen Oasen bei Nakhl. Datteln bekommt man auf jedem Souq zu kaufen. So kam es, dass man auf meinem ersten Oman Foto auf Datteln sieht. Gefunden auf dem Souq in Nizwa. Das ist auch der Ort, wo man perfekt Datteln in allen Variationen kaufen kann.

a village
date trees all over
dates

Nun habe ich eine Frage: es gibt neben der Dattel auf dieses Teil der Dattelpalme. Weiss jemand was man damit machen kann? Gefunden habe ich es auf dem Souq in Barka.

the male part

So, nun zu dem Rezept für Dorothée. Ich liebe es süss. An die Desserts im Oman gehört ein Warnhinweise a la “macht süchtig”. Fast jeden Abend habe ich Reispudding genossen. Davon kann ich nie genug bekommen. Er ist etwas anders als der typisch deutsche Milchreis. Mir schmeckt er fast noch besser.

Reispudding mit Dattelkompott

für 6-8 Portionen
Reispudding
3 Esslöffel Maisstärke
1/2 cup Vollmilch
5 cups Vollmilch
1 cup Sahne oder double cream
1 cup Milchreis, gewaschen und getrocknet
1 EL Rosenwasser (frisch importiert aus dem Oman)
1 EL Orangenblütenwasser
1 Vanilleschote
1 cup Zucker

Dattelkompott
1/2 cup Wasser
1/4 cup Zucker
1 cup Datteln, entsteint und klein geschnitten
1/2 cup Orangensaft, frisch gepresst
die Zesten von 1/2 Orange
Saft von 1/2 Zitrone

zum Servieren
1/2 cup Pistazien, klein gehackt

Maisstärke mit der 1/2 cup Vollmilch verrühren und zur Seite stelle. Die Vanilleschote halbieren und die Samen mit einem Messer herauskratzen. Vanillesamen und -schote mit der Vollmilch und Sahne aufkochen. Den Reis hinzufügen und solange köcheln lassen bis die Masse dicklich wird. Nun den Zucker hinzufügen. Alles noch einmal zum Kochen bringen und die aufgelöste Maisstärke unterrühren. Für ca 2 Minuten kochen lassen bis eine dicke Masse enstanden ist. Nun Rosenwasser und Orangenblütenwasser unterrühen. Die Vanilleschote entfernen und den Reispudding in Schalen abfüllen. Abkühlen lassen.

Für das Kompott Wasser und Zucker aufkochen lassen. Alles anderen Zutaten hinzufügen und solange köcheln lassen bis die Datteln weich sind. In eine Schale zum Abkühlen umfüllen.

Zum Servieren etwas Kompott auf den Reispudding geben und mit Pistazien bestreuen. Dazu passt omannischer Kaffee.

Inspiration: “when suzanne cooks – modern flavours of arabia” (das Kochbuch stammt vom Flughafen in Muskat)

Ach ja, die cup Messerbecher stammen aus meiner Zeit in England. Die will ich nicht mehr missen ;-) Aus dem Oman haben ich insgesamt 5 kg Gewürze, Datteln, Rosenwasser und Halwa mitgebracht. Die Staubfänger habe ich dort gelassen.

4. Geburtstags-Blog-Event - Souvenirs in der Küche