Mein Schweinehund und ich

“Hinfallen, aufstehen,
Krone richten,
weitergehen”

Eine kleine Geschichte am Anfang. Am 8.4. wollte ich in Freiburg den AOK Gesundheitslauf über 10 km gelaufen sein. Ich war perfekt darauf vorbereitet, bin am Ostermontag vor dem Frühstück zum ersten Mal die 10 km gelaufen. Dachte, was kann jetzt noch passieren. Freiburg kann kommen. Dachte ich. Dann am 5.4. platzte der Traum von Freiburg recht jäh. Ich hatte die Nacht seltsame Bauchschmerzen gehabt, konnte mich drehen und wenden und es wurde nicht besser. Dazu kam ein roter Ausschlag rund um den Bauchnabel. Eine allergische Reaktion, dachte ich. Der Hausarzt meinte, dass ich mich mal den Chirurgen im Unispital Basel anvertrauen sollte. Freiburg? Daran sollte ich lieber nicht mehr glauben, meinte er. Also ging es nach Basel in den Notfall vom Unispital. Dort wurde Blut entnommen, Ultraschall Bilder gemacht und noch vieles mehr. Ich hing irgendwann am Tropf und sollte so schnell nicht mehr davon loskommen. Gegen 17 Uhr stand dann fest, dass ich noch in der Nacht operiert werde. Nabelbruch. Freiburg ade. Gut ging es mir in dem Moment nicht wirklich. Ich wollte doch Laufen und nun darf ich nicht. War die Mühe der letzen Monate womöglich umsonst? Um 22 Uhr wurde ich dann in den OP gebracht. Mir wurde gesagt, dass ich mir beim Einatmen von dem Sauerstoff schöne Gedanken machen sollte. So bin ich wenigstens gedanklich jubelnd über eine Ziellinie gelaufen. An mehr kann ich mich nicht erinnern, nur, dass man mich kurz vor Mitternacht aus der Narkose geholt hat. An Schlaf war danach kaum zu denken. Zuerst eine Stunde im Aufwachraum, dann ging es zurück ins Zimmer. Da wurde regelmässig geschaut, ob alles okay ist. Um 5 Uhr kam der Chirurg, welcher mich operiert hat. Der Nabelbruch war nicht so übel, aber der Abszess direkt darunter hat ihn doch überrascht. Der wurde sauber gemacht und zugenäht. Zum Glück durfte ich nach dem Frühstück nach Hause. Am Sonntag stand ich dann auf etwas wackligen Beinen bei der Messe in Freiburg und habe mir wenigstens den Start angeschaut. An Laufen war zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken. Nun ist das schon eine Weile her und es geht ganz langsam wieder aufwärts.

Die Frage, ob die Mühe umsonst war, haben mir Ärzte und ich mir selber beantwortet. Sie war es natürlich nicht. Ich hatte vor, während und nach den OP immer einen optimalen Puls und Blutdruck gehabt. Zudem bin ich mit den 77 kg nur noch leicht übergewichtig. Das war bei der OP sicherlich auch von Vorteil. Indirekt hat dieser ganze Vorfall auch dafür gesorgt, dass ich mich wieder motivieren konnte weiterzumachen. Laut dem Arzt, der mich entlassen hat, darf ich bald wieder mit dem Laufen beginnen. Die anderen Läufe sollten kein Problem sein.

Wie habe ich aber die ganze Zeit davor meinen Schweinehund in Zaun gehalten? Eigentlich ist das nicht schwer, der Schweinehund ist eigentlich auch gerne draussen und liebt Bewegung. Hier ein paar Tipps von mir:

  • Bezieht Freunde mit ein, welche die euch motivieren und hier und da auch mal einen Tritt in den Allerwertesten geben.
  • Legt die Sportkleidung morgens so hin, dass ihr nach Feierabend daran vorbei müsst. Ich lege die Sportkleidung aufs Bett. Da ziehe ich mich um wenn ich nach Hause komme. Am Samstag lege ich die Laufkleidung schon bereit, so muss ich die am Sonntag nicht erst suchen.
  • Legt Sporttage fest. Ich laufe Mittwochs und Sonntags. Montag und Freitag bin ich im Fitnessstudio. Trage die Sporttage in den Kalender ein, damit sie nicht vergessen werden.
  • Verzichtet zwar hier und da auf bestimmte Lebensmittel, aber gönnt euch diese ab und zu in moderaten Mengen. Ich hole mir hier und da ein Stück Kuchen oder backe selber einen.
  • Belohnt euch! Mein Belohnungskonzept ist etwas eigenwillig, aber es hat funktioniert. Bei -10 kg gab es das erste Tattoo, bei -20 kg das zweite und neulich bei -30 kg das dritte.
  • Dokumentiert euren Erfolg in Form von Fotos.
  • Geht in Geschäfte und probiert neue Kleider, Hosen und Co. an. Ist ein tolles Gefühl, wenn man auf einmal überall was findet.
  • Für jeden km den ihr lauft oder jede Stunde Krafttraining gebt einen Euro oder mehr in ein Sparschwein. Gönnt euch regelmässig etwas schönes dafür.

Es gibt sicherlich noch mehr Tipps, aber diese haben mir echt gut geholfen. Dank der OP kann ich zur Zeit nur Kleider tragen. Da habe ich in Grösse 42 auf einmal eine Auswahl 🙂

Motivation

ich 2.0

dav
”WENN DIR DAS LEBEN IN DEN ARSCH TRITT, DANN NUTZE DEN SCHWUNG,
UM VORWÄRTS ZU KOMMEN.“

So oder so ähnlich begann letztes Jahr meine Umwandlung. Mir selber hat das Leben keinen Tritt in den Arsch verpasst, aber einer sehr geliebten Person mit der Diagnose Fettleber. Da begann es in meinem Kopf an zu arbeiten. Was ist, wenn ich diese Diagnose auch mal bekomme? Kann ich mit 46 noch einmal das Ruder rumreissen? Fragen über Fragen und einer Antwort: ja, ich kann das schaffen!

So habe ich mich letztes Jahr vor der Island Reise damit beschäftigt, wie ich abnehmen kann. Auf Hunger ohne Ende hatte ich keine Lust. Zudem wollte ich weiter kochen. Nach langen Nächten im Internet hatte ich meine Methode gefunden: Intervallfast, Esspausen oder kurz IF. Ich entschied mich für 16:8, was soviel heisst, dass ich 8 Stunden lang essen darf und 16 Stund lang faste. Klingt nicht machbar? Ist es!

So begann ich nach dem Urlaub in Island mit IF. Ich habe gefrühstückt, zu Mittag gegessen und dann war Schluss bis zum nächsten Morgen. Ich hatte Abends Zeit für den Balkon, konnte lesen ohne Ende und hatte keinen Stress mehr, dass ich mir noch etwas zu essen machen muss. Einfach viel Zeit! Das war herrlich. Wenn ich früher nach Hause kam, dann ging es am Anfang ins Badi. So vergingen die ersten Monate und die Kilos purzelten. Schön langsam, da sie ja auch nicht über Nacht auf den Hüften waren.

Der Sommer kam und ging. Mit ihm gingen weitere Kilos. Ich habe den Sommer im Naturbadi in Riehen verbracht. Am Anfang nur wenige Runden und dann immer mehr. Brav ging es immer mit dem Fahrrad dorthin. Schön ist auch, wenn man Freunde hat, die einen doch überreden, dass das Baden auch bei 2-3 Wolken am Himmel Spass macht. Danke Sandra!

Nun war der Herbst da. Das Naturbad machte bald zu und so musste eine Alternative her. Also meldete ich mich in einem Fitnessstudio an. Damals immerhin schon unter 100 kg, aber immer noch viel zu schwer. Dann kam das erste berühmte Plateau. Nix ging mehr. Nix nach oben, nix nach unten. Die Waage wäre beinahe aus der Wohnung geflogen. Also habe ich im Eiltempo das Buch “Fettlogik überwinden” gelesen. Eine Fitnessapp später wusste ich, dass ich mehr esse als ich verbrauche. Problem erkannt, Problem behoben. Nun ging es weiter nach unten. Ich flog in den Spreewald, den ich mit dem Fahrrad unsicher gemacht habe. Weiter ging es nach Dresden zu guten Freunden. Vielen Dank an Moni und Dirk für die schöne Zeit.

Der Winter kam und ich näherte mich den 80 kg. Bei dem Checkup im Fitnessstudio kam raus, dass ich zu viel Cardio mache und 1,7 kg Muskelmasse verloren hatte. Das nächste Problem erkannt und behoben. Nun gab es ein Krafttraining Programm für mich. Regelmässig wurde das Gewicht erhöht und plötzlich konnte man Muskeln erahnen. Yeah! War ich stolz. Über Silvester ging es kurz nach Island. Danach hatte ich immer noch keine Nordlichter gesehen, hatte zum Glück auch nicht mehr Gewicht auf der Waage.

Zurück im Alltag begann ich mit dem Laufen. Erst 3-4 km mit einigen Gehpausen. Die Gehpausen wurden immer weniger und nun laufe ich 8 km durch. Per Zufall entdeckte ich auf Facebook bei Sportmüller das Angebot für ein Lauftraining. Erst wollte ich nur die Vorträge anhören, aber dann bin ich doch geblieben. Quentin und Martin machen das ganz toll.

Mit dem sportlichen Erfolg kam auch das nächste Plateau bei genau 80 kg. Ich hätte schreien können. Nicht schon wieder … Die Rettung kam in Form von Sergej, einem Mitarbeiter von ultrasports. Er erklärte uns alles über die F-AS-T Formel. Low Carb und viel gute Fette. Ich war zuerst skeptisch, aber da ich von Natur aus neugierig bin, probierte ich es aus. Ja, es klappt wunderbar. Es reicht wohl wirklich, wenn man Kohlenhydrate über Gemüse aufnimmt. So schmolzen wieder die Pfunde. Nach gut einer Woche sind es fast 3 kg weniger gewesen.

Nun bin ich bei 77 kg angekommen und ein paar weitere Kilos dürfen noch schmelzen. Ich bin mir auch sehr sicher, dass dies noch klappen wird.

Ich freue mich nun schon riesig auf meinen ersten Lauf (AOK Gesundheitslauf) in Freiburg am 8.4., dann nehmen wir mit der Laufgruppe am Wiesentäler Wasserlauf am 28.4. teil, gefolgt vom Frauenlauf in Basel am 6.5 und dem Wake up and run Lauf in Basel Ende Juni. Wenn ich am 8.4. am Start stehe, dann wird das für mich sicher sehr emotional werden. Vor fast genau einem Jahr begann meine Umwandlung in eine sportlicher, fitter und inzwischen viel entspanntere Person.

Was lernen wir daraus? Alles ist machbar, wenn man es selber nur will! Das alles wäre nicht möglich gewesen, wenn ich selber nicht gewollt hätte.

Tausend Dank an alle, die mich unterstützen, an mich glauben und nicht hängen lassen!

wir retten was zu retten ist: das Ei

eggDie Gruppe “wir retten was zu retten ist” feiert Geburtstag. Diesen Anlass möchte ich nutzen und all den Rettern und Sina und Susi für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Für mich wird das vorerst die letzte Rettung gewesen sein. Ich trainiere zur Zeit für 3 Läufe in den nächsten Monaten und will zudem noch die letzten 10 kg abnehmen. Mir hat das Retten immer sehr viel Spass gemacht, aber nebst all dem Sport komme ich kaum mehr zum Bloggen. Mal schauen, wie das hier weitergehen wird.

Die Geburtstagsrettung dreht sich um das Thema Rund ums Ei. Ich esse zur Zeit recht viele davon. Da ich noch ein paar Muskeln brauche, kommt das Ei in meinem Ernährungsplan nicht zu kurz. Das Ei ist voller Eiweiss und gesunden Fetten. Perfekt für jeden Sportler. Da ich kurz vor dem AOK Gesundheitslauf in Freiburg die Kohlenhydrate runtergeschraubt habe, gibt es von mir ein wunderbar pochiertes Ei auf dem Hüttenkäse Brötchen.

für 1 Brötchen
1 Hüttenkäse Brötchen
etwas Postelein oder Salat
1-2 Scheiben geräucherten Lachs aus Wildfang
1 Ei

Das Hüttenkäse Brötchen kurz auftoasten. Mit Postelein und Lachs belegen. Nun das Ei in eine Tasse aufschlagen. Wasser mit einem Spritzer Essig zum Kochen bringen. Mit einem Schwingbesen einen Wirbel produzieren und das Ei in die Mitte davon platzieren. So schwingt sich das Eiweiss perfekt um das Eigelb. Das Ei für ca 3-4 Minuten pochieren. Rausnehmen und auf den Lachs platzieren. Mund auf und rein damit 😉

geburtstag_rettungsgruppe

Hier sind die Beiträge der anderen Retter:
1x umrühren bitte aka kochtopf – Fettuccine Pop-Ei
Anna Antonia – Coddled Eggs
auchwas – Eierlikör und Angel-Food-Cake
Brittas Kochbuch – Huevos Rancheros
Brotwein – Eiersalat mit Speck – ein herzhafter Aufstrich
Cakes Cookies an more – Eier-Sandwiches
CorumBlog 2.0 – Skrei Mit Yuzu-Aioli
Das Mädel vom Land – Eiaufstrich mit Topfen
evchenkocht – Allerbester one and only Eiersalat meiner Mama
Fliederbaum – Gefüllte Eier
genial-lecker – Eiertartar
giftigeblonde – Geburtstags Ei – Ei Lachsforellen Salat
Katha kocht! – Eiersalat selber machen – die leichte Variante mit Joghurt
Leberkassemmel und mehr – Möhrenkuchen
Madam Rote Rübe – Eiersalat mit Rote Bete und Senf-Dill-Creme
magentratzerl – Chinesische Tee-Eier
Münchner Küche – Klassischer Eiersalat
our food creations – Ei im Glas
Schmeckt nach mehr – Eiersalat mit Kräutern
Summsis Hobbyküche – Eiercreme – Geburtstagsrettung
The Apricot Lady – Eierspeisbrot und andere Ideen mit Ei
Turbohausfrau – Salat mit Eierstreifen
Unser Meating – Schinken-Ei-Sandwich

Hüttenkäse Brötchen mit Belag

Hüttenkäse BrötchenDie liebe Jette von LanisLeckerEcke sucht bei zorra Rezepte mit Lebensmittel, die zu gut für die Tonne sind.  Da will ich dabei sein. Ich finde, dass wir eh viel zu viel wegwerfen. Vieles, was nicht mehr 100%ig perfekt ist, kommt einfach in die Tonne, auch wenn man es noch geniessen kann.

Ich selber kaufe hier und da Produkte, die ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 1-2 Tagen haben. Auch nicht mehr so perfektes Obst und Gemüse kommen mit. Erst richtig reife Bananen schmecken super gut. Diese grünen Teile schmecken doch nach nichts. Zudem schaue ich, dass ich so viel wie nur möglich von dem Obst und Gemüse verwende. Meine neuen Mitbewohner (Kompostwürmer) bekommen trotzdem noch genügend zum Schlemmen.

Für das Rezept habe ich Hüttenkäse verwendet, der sich in den Untiefen meines Kühlschranks versteckt hatte. Das MHD war schon seit einer Woche abgelaufen. Ich habe daran gerochen und dann probiert – der war noch einwandfrei. Dazu kam der Rest einer Avocado, die ich mit Eiern gebacken habe. Da die so klein war, musste ich die Einbuchtung vom Stein vergrössern. Den graved Lachs gab es im Supermarkt ermässigt, da das MHD kurz vor dem Ablaufen war. Der Lachs war ebenso einwandfrei.

für 5 Brötchen
150 g Hüttenkäse
3 Bio-Eier
30 g Flohsamenschalen
etwas Kräutersalz
3 g Backpulver
10g Sesamsamen

Den Backofen auf 150°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Alle Zutaten gut vermischen und für 10 Minuten ruhen lassen. Die Masse in 5 mehr oder minder gleichmässig grosse Stücke teilen. Zu Brötchen formen und auf ein Backblech (mit Backpapier) legen.

Die Brötchen für 45 Minuten backen.

Inspiration: LowCarb-Brötchen aus Hüttenkäse

Fertig ist ein leckeres Brötchen, welches man nun super belegen kann. Ich habe die Reste der Avocado zermatsch, mit Salz, Chilipulver, Zitronensaft und Pfeffer gewürzt. Das kam auf das Brötchen. Darauf kam eine grosse Portion vom graved Lachs. Fertig war ein super leckeres Frühstück voller Energie.

Blog-Event CXXXIX - Zu gut für die Tonne! (Einsendeschluss 15. März 2018)

beef jerky – extra scharf

Es ist kurz vor Weihnachten und wer will seine Lieben nicht mit einem Geschenk aus der Küche überraschen? Das ist das Motto der letzten Rettungsaktion diesen Jahres.

Bei mir hat sich einiges geändert im 2017. Ich habe im März/April entschlossen etwas gesünder und somit leichter weiterzuleben. Mit IF (16 Stunden Fasten und 8 Stunden Essen) und zuerst schwimmen, nun Kraftausdauertraining habe ich mich bis jetzt um 22 Kilo erleichtert. Selten hatte ich so viel Energie wie jetzt, bin super fit und komme nicht mehr so schnell ausser Puste. Zudem freut sich jede Altkleidersammlung in Lörrach über meine Kleidung, in die ich nie mehr reinpassen will. Ach ja, wer mir vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich mal unter Sportentzug leide, den hätte ich für verrückt erklärt. Nun schaue, dass ich doch 3-4 Mal die Woche ins Fitnessstudio gehe. Die Gruppe dort ist echt super und so macht das Training auch Spass.

So, nun zu meinem Weihnachtsgeschenk aus der Küche. Normalerweise gäbe es was süsses. Dieses Jahr gibt es meinen Lieblingssnack mit vielen Proteinen: beef jerky. Das gibt es inzwischen in jedem Supermarkt für einen doch stolzen Preis. Da bei mir ein Dörrautomat daheim steht, habe ich das mal selber gemacht. Wurde echt super und trotz Bioqualität des Fleisches günstiger als das aus dem Supermarkt.

für ca 8 Portionen a 50g
1 kg Rouladen (5 mm dick schneiden lassen)
2 EL Salz
2 EL brauner Zucker
1 EL Knoblauch-Zwiebel-Pulver
1 EL Paprikapulver
1-2 TL Chilipulver (bei mir Pulver von den lemon drop Chilis)
2 TL Chiliflocker (aus dem türkischen Laden)

Die Rouladen in ca 2,5 cm breite Streifen schneiden. Je nach Länge halbieren. In eine Schüssel geben und alle anderen Zutaten dazu geben. Alles sehr gut vermischen. Abdecken und für 1-2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Nun die Streifen auf die Roste des Dörrautomaten verteilen.

Nicht zu eng, damit die Luft zirkulieren kann. Bei 68°C ca 5-7 Stunden trocknen lassen.Die fertigen Jerkys fühlen sich trocken an, sollten aber nicht brechen, wenn man sie biegt.

Die abgekühlten Jerkys luftdicht verpacken (ZipLock Tüten oder andere luftdichte Behälter) und dann geniessen.

Vielen Dank an Susi und Sina für all die Arbeit in der Rettungsgruppe! Ich wünsche euch besonders schöne Weihnachten.

Die Beiträge der anderen:
Aus meinem Kochtopf – Pastrami selbst gemacht – Für kurze Zeit mit Schleifchen
Barbaras Spielweise – Quitten-Chutney
Brittas Kochbuch – Stollenkonfekt
Brotwein – Partysonne / Brötchensonne – Rezept für Mini-Partybrötchen
Cakes Cookies an more – Chilisalz
Das Mädel vom Land – Kokostrüffel
evchenkocht – Rumkugeln
Fliederbaum – Rustikale Dinkel-Vanillekipferl
genial-lecker – Quitten-Orangen-Gelee
giftigeblonde – Würzsalz mit Karotten, Petersilie und Sellerie
Karambakarinaswelt – Manadarinen Marmelade
Katha kocht! – Weihnachts-Gewürz selber machen
Kleines Kuliversum – Apfelstrudel Marmelade
Leberkassemmel und mehr – Geschenke aus der Küche: Adventslikör
lieberlecker – gewürzte Nüsse
Madam Rote Rübe – Dinkelvollkornnudeln
Münchner Küche – Gebrannte Mandeln mit Zimt und Sternanis
Obers triftt Sahne – Gebackener Adventskalender
our food creations – Karamellsirup & Honig-Lebkuchen
Pane-Bistecca – Kakao Lollipops
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau – Weihnachtliches Apfel-Goji-Mus
Summsis Hobbyküche – Walnuss – Krokant
The Apricot Lady – Baguette-Backmischung zum Verschenken
Unser Meating – Herzhafte Cantuccini

Pizzateig – glutenfrei

Blog-Event CXXXVI - Glutenfreie Brote und Broetchen in Kooperation mit Schaer (Einsendeschluss 20. November 2017)Dieser Beiträg enthält Produktwerbung für Schär!

Vor gut einem Jahr beim Synchronbacken wurde ein Pizzateig ausprobiert. Dieser war echt super lecker und eignete sich nicht nur für Pizzen. Baguettes, Focaccia, Brötchen uvm. Da mich mein Ehrgeiz seit dem ersten glutenfreien Brot gepackt hat, musste dieser Teig ausprobiert werden. Zum zweiten Mal war ich sprachlos, was das Ergebnis betraf. Der Pizzateig war genial und das Baguette ging richtig super auf. Es war innen schön fluffig, so wie ein Baguette sein sollte.

Dies ist somit der zweite Beitrag für das Blogevent “Glutenfreie Brote und Brötchen“ von Zora.

für 2 Pizzen, 1 Pizza und 1 Focaccia oder Baguette oder 2 Baguettes
300 g Mix It! Universal
180 g Wasser
1 TL Salz
6 g frische Hefe
3 TL Olivenöl

Hefe und Salz in etwa 50 ml Wasser auflösen und 20 Minuten stehen lassen. Mehl und die restlichen 130 ml Wasser hinzugeben. Die Küchenmaschine anstellen und für 8-10 Minuten auf der zweiten Stufen den Teig kneten lassen. Dabei nach und nach das Olivenöl dazugeben. Falls der Teig zu trocken ist, noch etwas Wasser hinzugeben, falls er zu flüssig ist, ein paar Flohsamen unterheben. Den Teig halbieren und mit etwas Olivenöl einreiben. Nun die zwei Kugeln in eine richtig grosse Plastikdose geben und in den Kühlschrank verfrachten. Die Plastikdose sollte dem Teig die Möglichkeit geben, sich voll und ganz zu entfalten, also ca verdreifachen. Wer diese Warnung ignoriert, hat dann evtl. Pizzateig überall im Kühlschrank. Der Teig sollte min 1 Tag und max 1 Woche im Kühlschrank ruhen. Dann kann gebacken werden.

Für die Pizza den Ofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einem Blatt Backpapier dünn ausrollen und nach Lust und Laune belegen. Die Pizza für ca 10 – 13 Minuten backen.

Für ein kleines Baguette den Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig länglich formen und mehrmals einschneiden. Das Baguette für 20 Minuten backen.

das Extreme – glutenfrei

das Extreme - glutenfreiDieser Beiträg enthält Produktwerbung für Schär!

Ich gehöre zum Glück zu den Leuten, die alles essen können, was sie wollen. Allerdings habe ich im Freundeskreis genügend Leute, die z.B. allergisch auf Gluten reagieren. Diesen widme ich diesen Post. Ebenso landet dieser Beitrag bei Zora für das Blogevent “Glutenfreie Brote und Brötchen“.

Nun von vorne. Neulich kam ein Päckchen mit glutenfreien Mehlmischungen von der Firma Schär bei mir an. Dabei waren auch Hinweise für das Backen mit diesen Mehlen. Wie immer habe ich mich an fast keinen davon gehalten. Das Ergebnis hat mich schlichtweg sprachlos gemacht. Mein Lieblingsbrot gibt es nun auch glutenfrei.

für ein grosses Brot
320 g gluten free “Mix it Dunkel” von Schär
100 g gluten free “Mix B” von Schär
50 g Buchweizenmehl
20 g Leinkuchenmehl
5 g Flohsamen
1 EL Chiasamen
15 g Kartoffelflocken
200 g Buttermilch
275 g Wasser
15 g Meersalz
1-2 g Trockenhefe
1/2 TL Rohrzucker

Die Hefe mit dem Rohrzucker und ca 50 ml Wasser vermischen. An einem warmen Ort für ca 20 Minuten stehen lassen. Dann beginnt die Hefe zu blubbern und so sieht man, ob die Hefe aktiv ist oder nicht.

Nun alle Mehle, Flohsamen, Chiasame, Kartoffelflocken und das Meersalz in eine Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Die aktive Hefe dazugeben, ebenso die Buttermilch. Nun die Küchenmaschine starten (niedrigste Stufe) und schrittweise das Wasser hinzugeben. Es sollte ein leicht feuchter Teig entstehen. Ich haben den Teig knapp 10 Minuten kneten lassen. Den Teig nun in eine Plastikdose geben und abdecken. An einem warmen Ort für ca 7 Stunden gehen lassen.

Den Ofen auf 260°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Teig auf eine bemehlte Fläche geben und rund wirken. Nicht zu stark, da ansonsten die ganze Luft aus dem Teig entweicht. Den Teig etwas einschneiden und abdecken. So lange gehen lassen, bis der Ofen die Temperatur erreicht hat.

Nun das Brot zuerst für 10 Minuten backen, kurz die Ofentüre öffnen und bei 220°C für weiter 50 Minuten backen. Das Brot auskühlen lassen. Fertig ist ein ganz tolles glutenfreies Brot.

Blog-Event CXXXVI - Glutenfreie Brote und Broetchen in Kooperation mit Schaer (Einsendeschluss 20. November 2017)

das Extreme

Das ExtremeEs ist Oktober. Da findet immer der WBD statt. Auch dieses Jahr gibt es ein Brot von mir. Zudem enthält dieses Brot ein heimisches Superfood. Somit passt es auch super zu dem Event von Giftigeblonde & The Apricot Lady.

Aber von vorne. Neulich war ich im Spreewald. Eines der typischen Gerichte im Spreewald ist Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl. So kommt es, dass man im Spreewald auch viele Mühlen findet, wo man Leinöl frisch presst. Die schönste Mühle ist in Straupitz, die sogenannte Holländerwindmühle. Dort kann man die Mühle besichtigen und alles erklären lassen. Wenn Leinöl produziert wird bleibt das sogenannte Leinkuchenmehl übrig. Dieses enthält super viele Ballaststoffe, Schleimstoffe, Eiweiss und einen Restölanteil. Leinkuchenmehl kann man in Smoothies, Joghurt, Quark oder Müsli einrühren. Ebenso kann man es zum Brotbacken verwenden. Wie das geht, zeige ich euch hier.

für ein grosses Brot
320 g Weizenmehl Type 1050
100 g Weizenmehl Type 550
50 g Roggenmehl Type 1150
25 g Leinkuchenmehl
15 g Kartoffelflocken
200 g Buttermilch
275 g Wasser
15 g Meersalz
3 g Hefe

Alle Zutaten bis auf das Wasser in eine Rührschüssel geben. Auf kleinster Stufe alles zu einem Teig vermengen und nach und nach das Wasser hinzugeben. Nur soviel, bis ein weicher Teig entstanden ist. Dies dauert so ca 5 Minuten. Nun auf die nächst höhere Stufe stellen und den Teig weitere 5 Minuten kneten.

Nun den Teig zur Kugel formen, zurück in die Schüssel geben und abdecken. So bleibt er für die nächsten 8 Stunden irgendwo in der Wohnung stehen.

Den Teig nach 8 Stunden länglich formen und auf ein Backpapier geben. Abdecken und für weiter 60-90 Minuten gehen lassen. Derweil den Ofen auf 260°C vorheizen.

Das Laib in den Ofen schiessen und für 10 Minuten anbacken. Den Ofen kurz öffnen damit der Dampf entweichen kann, danach die Temperatur auf 220°C runterstellen und den Laib für weitere 50-60 Minuten backen. Ein Klopftest auf der Unterseite des Brotes zeigt, ob es durchgebacken ist.

 

Das Brot auf einem Gitter auskühlen lassen.

Kochbuch: Leaf to Root von Esther Kern, Sylvan Müller und Pascal Haag

So, nun wage ich mich auch mal an eine Kochbuchbesprechung 🙂

Viele von uns bekommen wie ich eine Bio Kiste mit saisonalem Obst und Gemüse. Habt ihr euch mal angeschaut, was davon alles in der Biokiste oder auf dem Kompost landet. Muss das wirklich sein? Diese Frage hat sich wohl auch Esther Kern eines Tages gefragt. Zusammen mit Pascal Haag und Sylvan Müller hat sie die Frage beantwortet. Herausgekommen ist das Kochbuch “Leaf to Root”.

Wie sieht das Kochbuch aus? Ich könnte stundenlang die Fotos anschauen. Sie sind einfach nur traumhaft schön. Ohne viel Schnickschnack, simpel, aber trotzdem verführerisch. Da sehen sogar Rüeblischalen super aus! Die Grösse ist ca DIN A4, es hat zwei Bändchen (reichen vorne und hinten nicht aus :-)) und ist sehr schön gedruckt.

Die Rezepte unterteilen sich in folgende Kategorien:
– Blatt & Kraut
– Stiel & Rippe
– Haut & Haar
– Strunk & Herz
– Blüte & Kern
– Wurzel & Knolle
Zudem hat es am Anfang eine Einleitung und Roundtable, wo Köche, wie Stefan Wiesner und Dominik Flammer über das Thema “leaf to root” diskutieren.
Das Buch schliesst mit einem umfassenden Kompendium. Dort findet man Ideen, was man ansonsten noch mit den “second cuts” machen kann und welche davon wirklich verwendet werden können. Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es noch Rezepte Ideen von u.a. Rebecca Clopath, Soren Wiuff, Norbert Fischer und Johann Reisinger. Die Sensorikerin Christine Brugger erklärt die “second cuts” und welche Erlebnisse man damit haben kann.

Zu den Rezepten: Diese funktionieren wirklich, so wie sie sollten. Pascal Haag versteht die vegetarische Küche wie kein anderer. Er hat u.a. für das Hiltl in Zürich früher Rezepte entwickelt. Das merkt man den Rezepten an. Diese bekommen auch Kochanfänger ohne grosse Misserfolge hin. Ich war super neugierig und habe gleich mal diese Rezepte ausprobiert:
– Reis mit Lauchgrün, Dill und Berberitzen
Radieschenblatt-Salat mit karamellisierten Kürbiskernen
– Tempura von Federkohlrippen mit Zitronen-Soja-Dip
Granola mit Apfelschalen und getrockneten Stachelbeeren
– Kokos-Bananenschalen-Pancake
Kohlrabischalen-Pickles mit Rosa Pfeffer
– Orangeschalen-Galgant-Kuchen
– Schokoladenkuchen mit Rapskernen und Himbeerkonfitüre
– Karotten-Baba-Ganoush mit Bulgursalat
Ich konnte nie sagen, dass mir was nicht geschmeckt hat. Die Pancakes mit den Bananenschalen sind zum Reinlegen.

Dann hatte ich das Glück, dass ich Esther, Pascal und Christine bei einem “leaf to root” Event kennenlernen durfte. Einen Abend lang wurden Foodblooger mit Köstlichkeiten von Pascal verwöhnt, der uns nebenbei von seinen Abenteuern bei der Rezeptentwicklung für das Buch erzählte. Christine hat uns das Thema Sensorik näher gebracht. Esther hat viel über das Entstehen des Kochbuchs erzählt. Es war ein rundum gelungener Abend und nun sieht man die Pflanzen, das Obst und Gemüse mit ganz anderen Augen.

Fazit: Ich kann das Kochbuch wirklich nur jedem ans Herzen legen. Kauft es! Es ist ein Kochbuch, dass man haben sollte. Wenn man einmal mit “Leaf to Root” beginnt, kommen einem Ideen ohne Ende.
Ein Hinweis für alle Veganer: viele Rezepte sind vegan und das ohne Ersatz-Lebensmittel.

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: AT Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3038009047
Preis: € 49,90

Rotwein Gugelhupf

Rotwein GugelhupfDie liebe Zora feiert ihren 13ten Bloggeburtstag und wünscht sich Gugelhupfs. Ihren Wunsch kann ich nun nach einer Woche Urlaub auch erfüllen.

Seit langer Zeit liegt das Kochbuch von Stevan Paul “heute koch ich, morgen brat ich” neben meinem Bett. Diese Rotweinküchlein wollte ich schon immer mal backen, aber kam nie dazu. Diese sehen auf dem Bild so richtig lecker aus. Nun ist eine Mini-Gugelhupf Form (12er – Gugelhupf Muffin Form) bei mir eingezogen. Ebenso eine kleine Flasche Rotwein und Lebensmittelfarbe. Zu der Lebensmittelfarbe noch so ein Witz am Rande: da stehe ich im hieber Markt vor den Backzutaten. Es gibt Unmengen von Lebensmittelfarbe in grün, braun, blau und gelb. Nur die Reihe mit der roten Farbe ist komplett leer. Irgendwie kommt man sich da vor, als ob sie einen Beitrag für “verstehen sie Spass” drehen. Also habe ich die Packung mit allen möglichen Lebensmittelfarben gekauft. Was kann man damit noch so alles machen?

für 12 Stück
125 g weiche Butter
100 g Zucker
1/2 Pck. Vanillezucker
1 Msp. Zimt
1 Prise Salz
2 Eier (M)
125 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
50 ml Rotwein
1 TL Kakaopulver
etwas weiche Butter für die Form

Den Backofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Butter mit dem Zucker, Vanillezucker, Zimt und Salz für gut und gerne 5 Minuten lang fluffig rühren. Die Eier nach und nach unterrühren. Die Masse sollte am Schluss schön fluffig sein. Mehl, Kakaopulver und Backpulver mischen und unter die Masse heben. Den Rotwein nun unterheben.

Die Förmchen mit Butter ausfetten. Den Teig in einen Dressiersack geben und die Förmchen zu 2/3 damit füllen. Man kann das auch mit einem Teelöffel machen, aber das macht kein Spass.

Die Form in den Ofen geben und die Gugelhupfs für 20-25 Minuten backen.

Abkühlen und aus der Form stürzen. Ganz durchkühlen lassen.

Rotwein Gugelhupf

Für den Guss
75 g Puderzucker
1-2 EL Rotwein (mit wenig beginnen und ganz vorsichtig mehr dazugeben)
rote Lebensmittelfarbe
verrühren.

Die Gugelhupfs mit dem Guss kreativ dekorieren. Kalt stellen und dann geniessen.

Rotwein Gugelhupf

So, liebe Zora, nun wünsche ich dir ganz viel Spass beim Nachbacken! Dank dir kam ich zum Brotbacken. Dir noch viele glückliche und zufrieden Jahre mit dem Blog.

Blog-Event CXXXV - Gugelhupf (Einsendeschluss 15. Oktober 2017)