Alpenburger

AlpenburgerEs ist wieder eine Rettung angesagt. Dieses Mal geht es um Burger. Diese bekommt man inzwischen schon fix fertig tiefgekühlt, gekühlt und bestimmt irgendwo auch in Pulverform zu kaufen. Diese sind low carb, gesund, ungesund und bestimmt mit ganz viel “Chemie”. Allerdings kann man Burger super einfach selber herstellen. Das ist nix wofür man eine mehrjährige Kochlehre absolviert haben muss. So kann man etwas experimentieren und jeder Burger schmeckt immer wieder anders. Mein Burger entstand beim Durchlesen von dem wunderschönen Kochbuch “leaf to root”. Ich hatte Kohlrabi in meiner Biokist und wollte etwas mit der Schale machen. So landete ich bei den Kohlrabischalen-Pickels, die sehr gut zu Raclette passen. Na, dämmert es, was noch so alles auf meinem Burger gelandet ist? Yep, Raclette 🙂
So los geht es mit dem Rezept

Kohlrabischalen Pickels

Kohlrabischalen-Pickels (min 12 h vorher zubereiten)
60-80 Kohlrabischale (die Verwendung von einem Sparschäler ist fast ein Muss, da ansonsten die Schale zu dick wird)
150 ml Verjus
30 g Zucker
1 TL Salz
4 TL rosa Pfeffer (nix anderes verwenden!)
2 getrocknete Lorbeerblätter

Alle Zutaten mit 150 ml Wasser in einen Topf geben, aufkochen und gut 1 Minute köcheln lassen. Ein Marmeladenglas (240 ml Inhalt) heiss ausspülen. Die Pickels noch einmal aufkochen lassen und dann alles in das Marmeladenglas geben. Deckel drauf, umdrehen und abkühlen lassen. Die Pickels mindestens 12 Stunden ziehen lassen.
Fürstenauer Weissbrot

Buns
335 g Mehl
10 g Salz
15 g Zucker
8 g Hefe
31 g Olivenöl
100 g Milch
100 g Wasser

Alle Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Auf der niedrigsten Stufe 16 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Aus dem Teig 4-5 Burgerbuns formen. Wer kleine Burgerbuns will, wiegt Teigstücke von 45 g ab. Diese mit etwas Abstand zu einander auf eine Backpapier legen. Abdecken und für 2 Stunden gehen lassen. Sie sollten sich ca verdoppelt haben. Den Ofen auf 210°C vorheizen. Die Buns mit Milch bestreichen und mit Mehl bestäuben. Nun für 8 Minuten anbacken und danach für 18 Minuten bei 180°C fertig backen. Auskühlen lassen.

Fürstenauer Weissbrot

Patties
150 g Hackfleisch pro Person (eine gute Mischung vom Metzger des Vertrauens – also 50% eher fetteres Fleisch und 50% mageres Fleisch)
smoked salt und normales Meersalz zum Würzen der Patties. Das smoked Salz gibt dem ganzen eine tolle Note.

Das Hackfleisch mit den Salzen gut würzen. In Form bringen. Die Patties im Backofen bei ca 52°C für 20 Minuten vorgaren. Auf dem Grill fertig garen.

1 Scheibe Raclette (meiner war geräuchert) pro Person
Den Raclette auf die Patties legen und schmelzen lassen.

Die Burgerbuns aufschneiden, mit etwas Butter bestreichen und kurz auf den Grill geben.

So, nun beginnt die Bastelei
Die Burgerbuns mit Dijonaise bestreichen, oben und unten mit einem Salatblatt belegen, eine Scheibe Tomate darauf geben, darauf kommt der Pattie mit dem Raclettekäse und die Krönung sind die Kohlrabischalen Pickels. Zusammenklappen, Mund so weit es geht öffnen, den Burger etwas zusammendrücken und reinbeisen. Yummy 🙂

Dazu passt ein kühles Bier, aber auch Wein je nach Lust und Laune.

Nun will ich auch mal eine riesiges Lob an  Susi und  Sina aussprechen! Schön, dass es euch und die Rettungen gibt!

wir_retten_was_zu_retten_ist

Hier sind die Beiträge der Mitretter:
1x umrühren bitte aka kochtopf – Der Albóndigas Burger
Anna Antonia – Sultans Burger
auchwas – Fisch Burger
Brittas Kochbuch – Lammburger
Brotwein – Cheeseburger mit Sauerteig Hamburger Brötchen – Burger Buns mit Lievito Madre
Cuisine Violette – Grundrezept Burger-Patties
From-Snuggs-Kitchen – Cole Slaw
genial-lecker – Hamburger nach Rike
Katha kocht! – Cheeseburger mit Guacamole
Leberkassemmel und mehr – Chili-Cheese-Burger
lieberlecker – Asia Burger
magentratzerl – Frankenburger
münchnerküche – Rauchige BBQ Sauce
our food creations – Griechischer Bauern-Burger
Pane-Bistecca – Lachs – Hamburger
Paprika meets Kardamom – Der sauigste Cheeseburger ever mit der weltbesten Burgersauce
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau – Rettungsaktion: Burger
Summsis Hobbyküche – Cheesburger ohne Tamtam
The Apricot Lady – Cheeseburger mit karamellisierten Zwiebeln

synchronbacken#16: Abfrischbrot

synchronbacken: AbfrischbrotAlle Monate findet das Synchronbacken, welches von Zora und Sandra organisiert wird, statt. Dieses Mal gab es wieder ein Brot zum Backen. Das Rezept dazu ist denkbar einfach und auch für Brotbackneulinge gedacht.

Als Besitzerin eines MANZ-Backofens brauchte ich keinen Topf. Da lässt man einfach den Teigling auf einen Einschieber plumsen und ab damit in den Ofen.
Nach den ersten 15 Minuten habe ich den Ofen einmal aufgemacht, damit der Dampf rauskommt. Kann man machen, muss man aber nicht.

Das Brot wurde super fluffig und erinnert an ein Bauerbrot. Es schmeckt super einfach nur mit Butter und Meersalz, aber auch mit süssen Aufstrichen oder Käse/Wurst.

Erster Vorteig:
35 gr Weizenmehl, Typ 550
18 gr Wasser, lauwarm
3 gr frische Hefe

Alle Zutaten miteinander verkneten und in einer Schüssel abgedeckt bei Zimmertemperatur für 2 Std. gehen lassen.

Zweiter Vorteig:
erster Vorteig
120 gr Weizenmehl, Typ 550
60 gr Wasser, lauwarm

Alle Zutaten miteinander verkneten und in einer Schüssel abgedeckt bei Zimmertemperatur für 3 Std. gehen lassen.

Brühstück:
50 gr Roggenvollkornmehl
60 gr Wasser, kochend

Das Mehl in eine Schüssel geben, Wasser aufkochen und das Mehl damit übergießen. Gut verrühren, bis das komplette Mehl feucht ist. Die Schüssel abgedeckt bei Zimmertemperatur für 3 Std quellen lassen.

Hauptteig:
zweiter Vorteig
Brühstück
295 gr Weizenmehl, 550
200 gr Wasser, lauwarm
3 gr frische Hefe
10 gr Salz

In einer Schüssel alle Zutaten mit der Küchenmaschine für 7-8 min. auf niedriger, anschließend 2-3 min. auf der nächst höheren Stufe verkneten. Der Teig ist feucht-weich, löst sich aber vom Schüsselboden ab.

Den Teig nun für 30 min. in der Schüssel abdeckt gehen lassen, dann einmal falten und weitere 30 min. gehen lassen. Nun einen Laib formen, in ein Gärkörbchen geben (Schluss nach unten – aufgerissen, Schluss nach oben – einschneiden) und weitere 30 min. gehen lassen, das Volumen sollte sich deutlich vergrößert haben.

Den Backofen rechtzeitig inkl. Topf und Deckel auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Deckel abnehmen und den Laib vorsichtig in den Topf stürzen, evtl. einschneiden. Topf mit dem Deckel verschließen und für 15 min. backen. Jetzt die Temperatur auf 210°C senken und das Brot weitere 20 min. backen. Den Deckel nun abnehmen und das Brot 10 min. offen im Topf fertig backen.

synchronbacken: Abfrischbrot

Das Brot aus dem Topf nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

synchronbacken: Abfrischbrot

Hier sind die Links zu den Mit-Synchronbäckerinnen:

synchronbacken#15: Weiche Zimtschnecken nach King Arthur

the resultAlle Monate findet das Synchronbacken, welches von Zora und Sandra organisiert wird, statt. Dieses Mal bin ich auch wieder dabei. Hauptsächlich, weil ich Zimtschnecken über alles liebe und das Wetter draussen grauenhaft ist 😉

Etwas Geduld braucht man für diese fluffigen Teilchen, aber das lohnt sich. Mein Ergebnis ist echt gut geworden. Das Rezept habe ich leicht abgeändert. So ohne Butter lässt sich das nicht so gut aufrollen, da der Zimtzucker rausrieselt.

Rezept reicht für: 24 Zimtschnecken
ZUTATEN
Tangzhong
● 70 g Wasser
● 70 g Vollmilch
● 30 g Weizenmehl Type 550

Teig
● 500 g Weizenmehl Type 550
● 20 g Milchpulver
● 1 3/4 TL Salz
● 1/2 EL Trockenhefe oder 10g Frischhefe
● 170 g Milch, lauwarm
● 2 Eier (L)
● 85 g Butter, geschmolzene

Füllung
● 140 g brauner Zucker
● 2-3 TL gemahlener Zimt
● 75 g geschmolzene Butter

Icing (optional)
● 115 g Puderzucker
● 1 Prise Salz
● 15 g Butter, geschmolzene
● 1⁄2 TL Vanilleextrakt
● 1 EL Vollmilch (soviel dass ein streichfähiges Frosting entsteht)

ZUBEREITUNG
Alle Zutaten für den Tangzhong in einem kleinen Topf mit einem Schwingbesen klumpenfrei vermischen. Den Topf auf den Herd setzen und bei mittlerer Hitze solang rühren bis die Masse sich vom Topfboden löst , breiartig wird und eine milchig-graue bis glasige Farbe bekommt. In die Teigschüssel umfüllen und etwas auskühlen lassen.

Restliche Zutaten für den Teig zum Tangzhong geben. Mit der Küchenmaschine zuerst 4 Minuten auf Stufe 1 und dann 6 Minuten auf Stufe 2 kneten. So dass ein glatter elastischer etwas klebriger Teig entsteht. Den Teig zu einer Kugel formen und in einer abgedeckten Schüssel 20 Minuten gehen lassen. Dann kommt er über Nacht in den Kühlschrank. Das Volumen muss sich dabei etwas vergrößern, aber nicht unbedingt verdoppeln. Am nächsten Morgen den Teig eine gute Stunden auf Raumtemperatur bringen.

Für die Füllung Zucker und Zimt gut vermischen.

Teig halbieren. Aus beiden Teilen vorsichtig zwei gleich grosse Rechtecke formen und beide nacheinander auf 48×20 cm auswallen.

Die Rechtecke mit der geschmolzenen Butter bestreichen. Zimtzucker auf beide Rechtecke verteilen und von der langen Seite aufrollen. Naht nach unten und aus jeder Rolle 12 also insgesamt 24 Zimtschnecken von 4 cm Breite schneiden.

Eine ca 23×33 cm große Form (meine war etwas kleiner und es hat auch gereicht) gut ausbuttern und die Zimtschnecken darin verteilen, dabei etwas Abstand zwischen den Schnecken lassen. Die Form zudecken und 45-60 Minuten gehen lassen.

Cinnamonrolls

Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Zimtschnecken 20-25 Minuten backen. Lieber weniger lang als zu lange backen. Kerntemperatur sollte 86° C sein.

Während die Zimtschnecken backen, alle Zutaten für das Icing vermischen. Nur soviel Milch oder Sahne zugeben bis eine dicke streichfähige Masse entsteht. Das Icing sollte ziemlich steif sein und die Konsistenz von weichem Frischkäse haben.

Die Zimtschnecken aus dem Ofen nehmen und auf ein Gitter stürzen. Icing auf den Schnecken verteilen, dabei läuft es zwischen die Schnecken. Mmmh!

Die Zimtschnecken noch lauwarm servieren. Die Schnecken lassen sich für ein paar Tage bei Raumtemperatur lagern oder für 1 Monat einfrieren.

synchronbacken #15

Hier sind die Beiträge der anderen Synchronbäckerinnen:
● zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
● Sandra von From-Snuggs-Kitchen
● Ilka von Die Welt der kleinen Dinge
● Doreen von kochen-und-backen-im-wohnmobil.de
● Annkathrin von Kochblog Action
● Birgit M. von Backen Mit Leidenschaft
● Kathrin N. von Kathrins Home
● Birgit von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
● Katrin von Summsis Hobbyküche
● Sandra von morelivingpure
● Anna von teigliebe
● Heidi von Esst Mehr Kuchen
● Isabelle von Isa’s Kitchen
● Lisa von BrotKrumenGestoeber

Germknödel

GermknödelWeiter geht es mit dem Blog-Event  “Restlos glücklich – Rezepte Duos” von Carla von Herbs & Chocolate hosted by kochtopf.me. Ich hatte insgesamt 300 g gemahlenen Mohn gekauft. Nun lagen da noch 50 g schüchtern in der Tüte. Ebenso hatte ich noch etwas Powidl im Marmeladenglas. So blätterte ich weiter in meinem Liebelingskochbuch. Dort kommt nach dem Mohnzopf gleich der Germknödel. So kam es, dass es diese noch gab und sowohl Powidl, wie auch der Mohn danach alle war. Ach ja, der Würfel Hefe war ebenso aufgebraucht.

für 8 Germknödel

25 g Butter, zimmerwarm
125 ml Milch
3 Eigelb
1 Prise Salz
1 TL Bourbon-Vanillezucker
35 g Puderzucker
Schale von 1/2 Zitrone (fein gerieben)
21 g Hefe, frisch
250 g Mehl
250 g Powidl
150 g Butter
50 g gemahlener Mohn
50 g Puderzucker

Butter, Eigelbe, Salz, Vanillezucker, Puderzucker, Zitroneschale, Hefe und Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Etwas Milch dazugeben und zuerst 5 Minuten auf der ersten Stufe kneten. Dabei immer mehr Milch hinzufügen bis der Teig schön weich ist. Weitere 4-5 Minuten auf der zweiten Stufe kneten. Den Teig in 8 gleichgrosse Stücke teilen und diese rund wirken. Die Kugeln mit einem Tuch abdecken und eine gute halbe Stunde gehen lassen.

Die Kugeln nun flach drücken. 2 TL Powidl in die Mitte geben und die Teigränder über der Füllung gut verschliessen. Mit dem Verschluss nach unten auf ein Blech setzten. Wieder mit einem Tuch abdecken und noch etwas gehen lassen.

Einen grossen Topf mit einem Dämpfeinsatz bestücken und 2 cm Wasser reingeben. In den Dampfeinsatz ein passendes Backpapier legen. Mit etwas Butter bepinseln. Die Teiglinge in den Dämpfeinsatz setzten und mit dem Deckel zudecken. Die Germknödel bei kleiner bis mittlerer Hitze 10-12 Minuten dämpfen.

Die Butter schmelzen. Den Mohn in einer Pfanne ohne Fett rösten und mit dem Puderzucker vermischen.

Den Germknödel in einen tiefen Teller geben, mit dem Mohn-Zucker-Gemisch bestreuen und flüssige Butter rübergeben. Man nimmt den ersten Bissen und fühlt sich gleich in die Berge versetzt.

Inspiration: “Jahreszeiten Kochschule Winter” von Katharina Seiser und Richard Rauch.

Blog-Event CXXVII - Restlos gluecklich -Rezepte-Duos (Einsendeschluss 15. Februar 2017)

Mohnzopf

MohnzopfIch koche und backe mich weiter durch das wunderbare Kochbuch “Die Jahrezeiten Kochschule – Winter”. Ich sollte allerdings mal langsam machen, ansonsten habe ich nächsten Winter keine Rezepte mehr zum Ausprobieren 😉

Mit Mohn und Powidl bin ich gross geworden. Beides mag ich über alles. Powidl mache ich selber. Den Mohn kaufe ich gemahlt im Bioladen. Da geht das Dilemma schon los. Wo bekommt man genau die benötigte Menge her? So plante ich ein mohnlastiges Wochenende. Einmal wurde gebacken und dann gedämpft. Vom Powidl blieb so auch nichts übrig. So entstanden zwei perfekte Beiträge für das Blog-Event “Restlos glücklich – Rezepte Duos” von Carla von Herbs & Chocolate hosted by kochtopf.me.

für 1 Mohnzopf

Teig
35 g Butter, zimmerwarm
120 ml Milch
1 Eigelb
40 g Zucker
1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben
1 Prise Kardamom, gemahlen
21 g Hefe, frisch
230 g Mehl (Typ 405)
1 Prise Salz

Eigelb, Salz, Zucker, Muskatnuss, Kardamom, Hefe und die Milch in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Gut vermischen. Butter und Mehl dazugeben. 5 Minuten auf Stufe 1-2 kneten lassen. Der Teig sollte sich vom Rand lösen.

Den Teig für 1 Stunde gehen lassen.

Mohnfüllung
200 ml Milch
60 g Zucker
1 EL Bourbon-Vanillezucker
1 EL Honig
250 g gemahlener Mohn
2 EL brauner Rum
4 EL Powidl (Pflaumenmus)
1 Prise Salz

3 EL Marillenmarmelade

Milch, Zucker, Vanillezucker, Salz und Honig aufkochen. Mohn nach und nach einrühren und 15 Minuten quellen lassen. Ausgekühlt mit Powidl und Rum vermengen.

Den Teig ca 0,5 cm dick ausrollen. Es sollte so in etwa ein Rechteck entstehen. Die Mohnmasse darauf gleichmässig verteilen. Von der Längsseite ganz eng zu einer langen Rolle aufrollen. Mit einem grossen und langem Messer der Länge nach halbieren. Die zwei Stränge zu einem Zopf drehen. Abgedeckt für weitere 20 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 160°C vorheizen. Den Zopf für ca 35 Minuten goldbraun backen.

Die Marillenmarmelade passieren und erhitzen. Den heissen Zopf damit bestreichen.

Mohnzopf

Den Zopf kann man natürlich auch in einer gut gebutterten Kastenform backen. Diese sollte ca 35 cm lang sein.

Inspiration: “Jahrezeiten Kochschule Winter” von Kathrina Seiser und Richard Rauch.

Blog-Event CXXVII - Restlos gluecklich -Rezepte-Duos (Einsendeschluss 15. Februar 2017)

Gugelhupf

GugelhupfDer Bread Baking Day verabschiedet sich nach 86 Events mit dem letzten in den Event Ruhestand. Ich habe recht gerne für diese Events gebacken und sogar einmal eines selber gehosted. Vielen Dank liebe Zora für dieses tolle Event!

Nun zum letzten BBD Event, welches das Thema “Gugelhupf” hat. Ein Heimspiel für mich, da ich direkt neben dem Elsass wohne, wo es einfach die besten Gugelhupfs gibt. Ein Gugelhupf muss schön luftig und trotzdem saftig sein. Er darf auch nicht zu süss sein, so dass man ihn wunderbar zum Frühstück mit Marmelade oder Honig geniessen kann. Ihr denkt euch, dass das nicht geht? Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass das wohl geht, aber erst gestern ist mir so einer gelungen. Bei einem Gugelhupf darf man nicht hetzen. Ein Gugelhupf braucht viel Zeit, Geduld und Liebe. Nur so wird er was.

Zutaten für den Teig (für eine grosse Gugelhupfform):
100 g + 400 g Weizenmehl
60 g Puderzucker
2 dl lauwarme Milch
180 g zimmerwarme Butter
25 g frische Hefe
2 Eier à 70 g oder 3 kleine Eier à 50 g)
10 g Salz
100 g Rosinen
3 EL Kirschwasser
3 EL Wasser
Mandelblättchen oder Mandeln

Am Vorabend die Rosinen in der Kirschwasser-Wasser Mischung baden, abdecken und so übernachten lassen. Gleichzeitig mit der Zeitplanung beginnen. Der Teig muss insgesamt 6 Stunden gehen (mit Unterbrechungen).

Die Hefe mit der Milch in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und gut verrühren bis die Hefe aufgelöst ist. 100 g Mehl dazusieben (wirklich machen, da es sonst Klümpchen gibt) und vermischen. Die weiteren 400 g Mehl darübersieben. Abdecken und für 20 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

Nun Puderzucker, Salz und Eier dazu geben. Auf der ersten Stufe für 1 Minuten kneten, dann auf die zweite Stufe schalten und für weitere 5 Minuten kneten lassen. Der Teig glänzt wunderbar. Nun die Butter dazugeben. Den Teig kneten bis die Butter untergearbeitet ist. Zum Schluss kommen noch die abgetropften Rosinen dazu. Kneten lassen bis diese sich gut im Teig verteilt haben. Den Teig zu einer Kugel formen und in der leicht bemehlten Schüssel abgedeckt 2 Stunden gehen lassen.

Es folgt einmal Strecken und Falten. Ganz vorsichtig, damit ja keine Luftbläschen rausgehen und weitere reinkommen. Nun den Teig wieder in die Schüssel geben, abdecken und weiter zwei Stunden gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Gugelhupf Form zweimal mit flüssiger Butter ausbuttern. Die Mandelblättchen im unteren Bereich verteilen. Die Form kalt stellen.

Der Teig wird nun zu einer Kugel geformt und bekommt in der Mitte ein Loch. So kommt er in die Form, wird abgedeckt und darf weitere 2 Stunden gehen.

Gegen Ende der letzten Gärung den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Gugelhupf in den Ofen stellen, die Temperatur auf 180°C reduzieren und den Gugelhupf für 45 Minuten backen. Da meiner in der Form noch etwas hell war, habe ich ihn auf eine Backpapier gestürzt und weiter 5 Minuten bei 200°C Oberhitze gebacken. So war er rundum schön braun.

Den Gugelhupf auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Er ist echt perfekt geworden und hat super zum Frühstück gepasst.

Gugelhupf

Inspiration: Myriam und die Meisterbäcker bei Christine Ferber im Elsass.

Randen-Baguette

Randen-BaguetteVor ca 2 Wochen wurde das Kochbuch “Dinkelreis & Pfefferchirsi” im Hafen von Basel vorgestellt. Ein tolles Event, an das ich gerne zurückdenke. Das Kochbuch dreht sich um die kulinarische Vielfalt beider Basel. Es hat Portaits toller Produzenten und natürlich wunderbare Rezepte drinnen. Viele Köche und Bäcker aus der Region haben ihre Lieblingsrezepte für das Buch herausgerückt. Ein Rezept hatte es mir besonders angetan, ein Rezept für das Randen-Baguette von der Bäckerei KULT.

Extra für den World Bread Day 2016 habe ich das Baguette nachgebacken. Es ist geschmacklich, wie auch farblich, eine Wucht! Leicht süsslich durch die Randen, womit es perfekt zu Käse passt.

für 3 grosse Baguettes

1 kg Mehl Typ550
430 ml Wasser
10 g Hefe
100 g gekochte und pürierte Randen
100 g gekochte und fein gewürfelte Randen
25 g Salz

Die Hefe in etwas Wasser auflösen. Mehl, Hefe, pürierte Randen und Randenwürfeli in eine grosse Rührschüssel geben. Etwas Wasser hinzugeben (noch nicht alles). Zuerst für 4 Minuten auf niedrigster Stufe den Teig kneten lassen. Das Salz hinzugeben und auf 2ter Stufe den Teig für weitere 6 Minuten kneten lassen. Dabei nach und nach Wasser hinzugeben. Es sollte am Schluss ein weicher, elastischer Teig entstanden sein. Bei Bedarf noch etwas mehr Wasser hinzugeben. Den Teig abdecken und für 1 Stunde ruhen lassen, dabei alle 20 Minuten den Teig einmal strecken und falten. So kommt viel Luft rein, was ein Baguette braucht.

Nach der Stunde den Teig dreiteilen. Aus jedem Teil ein Kugel formen. Diese 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Nun aus der Kugel lange Baguettestangen formen. Diese mit der Naht nach oben auf ein bemehltes Backtuch geben. Immer etwas Tuch zwischen den Baguette haben. Zudecken und 45 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 250°C vorheizen. Die Baguettes wenden und mehrmals schräg einschneiden. Die Brote auf das heisse Blech geben, etwas Wasser in den Backofen schütten und die Baguettes für 30 Minuten backen. Die Baguettes sind fertig, wenn sie beim Klopfen auf die Unterseite richtig hohl klingen.

Die Baguettes auf einem Gitter auskühlen lassen und geniessen.

Inspiration: “Randen-Baguette” aus dem Buch “Dinkelreis & Pfefferchirsi” Seite 178