Zimtsterne

ZimtsterneZimtsterne gehören zu meinem jährlichen Back-Wahnsinn in der Adventszeit. Ohne würde mir was fehlen. Ich liebe den Duft von Zimt und Mandeln einfach.
Vor Jahren kam ich mal auf die Idee Mini-Zimtsterne zu backen. Das Ausstechen war noch ganz einfach, aber den Eischnee darauf zu verteilen war Horror pur. Mein Papa fand die optimal von Grösse und Geschmack. Wollte sie wieder haben. Allerdings hatte er da die Rechnung ohne mich gemacht. So kleine Zimtsterne gab es nie wieder 😉

für ca 60-70 Stück
3 Eiweiss (ca 100 g)
1 Prise Salz
250 g Puderzucker
1,5 EL Zimt
1/2 EL Kirschwasser
350 g Mandeln, gemahlen

  • Eiweiss mit Salz steif schlagen. Den Puderzucker dazugeben und gut vermischen. 100 ml von der Eiweissglasur zur Seite stellen.
  • Zimt, Kirschwasser und die Mandlen zur restlichen Eiweissglasur geben. Alles zu einem geschmeidigen Teig zusammenfügen.
  • Den Teig auf einem Blatt Backpapier ca 7mm dick ausrollen. Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit der Eiweissglasur dick bestreichen.
  • Die Zimtsterne für 5-6 Stunden oder über Nacht trocknen.
  • Den Ofen auf 250°C vorheizen. Die Zimtsterne 3-5 Minuten backen.
  • Die Zimtsterne auf einem Rost auskühlen lassen und luftdicht verpacken.

Zimtsterne

Orangen-Mailänderli

Orangen MailänderliAls Pendlerin habe ich dank Stellwerkstörungen und anderen Verspätungen Schweizer Kochmagazine für mich entdeckt. Neulich bin ich über “Kochen” von Annemarie Wildeisen gestolpert. Eine wirklich tolles Magazin mit Veranstaltungstipps, Ideen und natürlich auch Rezepten. In der letzten Ausgabe sind Guetzli Rezepte drinnen. Zwischen Basel und Olten bin ich bei den Orangen-Mailänderli hängengeblieben. Gedanklich stellte ich mir den Geschmack vor und strahlte innerlich (vermutlich auch äusserlich) 😉 Gestern war es nun soweit und ich habe die Mailänderli gebacken. Ein Traum, sage ich nur. Nachbacken absolut empfehlenswert!

für ca 60 Stück
2 Orange (unbehandelt)
250 g Butter, weich
250 g Zucker
1 Prise Salz
2 Eier
500 g Mehl

für den Guss:
1 Eigelb
1 EL Sahne
1 EL Wasser

  • Von den Orangen die Schale abreiben und in eine grosse Schüssel geben. Den Saft auspressen, aufkochen und auf 2 EL reduzieren lassen.
  • Butter, Salz, Zucker, Orangenschale und -saft in der Schüssel zu einer hellen, luftigen Masse aufschlagen.
  • Die Eier hinzufügen. Das Mehl dazusieben und alles zu einem glatten Teig kneten. Bei Bedarf noch etwas Mehl dazugeben.
  • Den Teig ca 8mm dick ausrollen und für min 1 Stunde kühl stellen.
  • Aus dem ausgerollten Teig Guetzli in allen möglichen Formen ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Die Guetzli noch einmal für 20-30 Minuten kalt stellen.
  • Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.
  • Für den Guss Eigelb, Sahne und Wasser verrühren. Die Mailänderli damit bestreichen.
  • Die Mailänderli für 15 Minuten backen.
  • Auskühlen lassen und danach luftdicht verpacken.

Ratz-Fatz-Kuchenmischung

BackmischungWeihnachten steht vor der Tür und ihr habt noch kein Geschenk? Nun ja, wer denkt bei fast 20°C auch schon an Weihnachten 😉
Wie wäre es mit einer Backmischung? Etwas, was eigentlich jeder gebrauchen kann. Finde ich. Das geht auch super einfach, sieht hübsch aus und ist mal was anderes. Da ich noch Walnüsse von “kalifornischen Walnüssen” hatte, sind diese in der Backmischung gelandet

Für ein 1/2 l Weckglas braucht ihr:
125 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise feines Meersalz
2 EL Kakaopulver
50 g gehackte Nüsse (bei mir Walnüsse)
40 g Kokosraspel oder gemahlene Nüsse (bei mir Walnüsse)
125-150 g weißer Zucker

Mehl, Backpulver und Meersalz vermischen. Als erstes in das Glas geben und das Glas auf den Tisch stossen, damit die Lage schön fest ist. Danach das Kakaopulver daraufgeben. Darauf kommen zuerst die gehackten, dann die gemahlene Nüsse. Nach jeder Lage das Glas auf den Tisch stossen. Zum Schluss kommt der Zucker obendrauf. Den Deckel auf das Glas geben und hübsch verpacken.

Hier nund das Rezept zum Ausdrucken:

Ich bin eine Ratz-Fatz-Backmischung, mit viel Liebe zusammengestellt und nur für dich!
Folgende Zutaten MUSST du mir noch zugeben:
125 g geschmolzene, leicht abgekühlte Butter und 2 Eier (L)

Folgende Extras KANNST du mir noch zugeben:
1 zerdrückte, kleine, sehr reife Banane ODER 2 EL Nussnugatcreme ODER 2 EL Erdnussbutter

So werde ich zu einem leckeren Kuchen:
1 Den Backofen auf 174° C vorheizen. Eine Brownie-Backform (etwa 20×20 cm, ersatzweise eine 28cm-Springform) mit Backpapier auslegen.

2 Die Butter in eine große Schüssel (oder in eine Küchenmaschine) geben. Oberste Zuckerschicht mit einem Löffel aus dem Glas nehmen, zufügen. Mit den Quirlen des Handrührgeräts (oder der Küchenmaschine) gute 3 Minuten aufschlagen. Die Eier nacheinander zugeben, kurz aufschlagen.

3 Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eines der Extras unterzumischen, ansonsten einfach den gesamten restlichen Glasinhalt in die Schüssel leeren und gerade so lange die Butter-Ei-Masse rühren, bis alles gleichmäßig verteilt ist.

4 Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen. Form in den Ofen (Mitte, Umluft 160°C) schieben und den Kuchen 25-35 Minuten backen. Vor dem Herausnehmen ein Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens stechen: Bleibt kein Teig mehr daran kleben, ist der Kuchen fertig.

5 Den fertigen Kuchen aus dem Ofen holen und 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann aus der Form nehmen, auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen, in Würfel teilen.

Viel Spaß beim Backen!

Fertig ist ein tolles Weihnachtsgeschenk 🙂

Inspiration: mehlspeiskönig

Weihnachten

Walnuss-Karamell Schokolade mit Fleur de Sel

Walnuss-Karamell Schokolade mit Fleur de SelBei mir herrscht in der Küche zur Zeit Hochbetrieb. Entweder werden Geschenke umgefüllt, hergestellt, verpackt, fotografiert oder was man damit noch so alles macht. Irgendwie macht das mehr Spass, als sich durch die überfüllten Geschäfte zu quälen. Zudem finde ich es viel schöner Sachen aus der eigenen Küche zu verschenken, als solche Staubfänger, die eh keiner braucht. Die Idee für diese Schokolade kam mir bei dem letzten Besuch bei meinem Schokoladengeschäft in Basel als ich vor der Milchschokolade mit Karamell und Fleur de Sel stand. Irgendwie muss man die ja auch selber machen können, dachte ich mir. Gesagt, getan.

300 g beste Vollmilch Couverture (49%)
3 EL Zucker
30 g Walnüsse, grob gehackt
Fleur de Sel

Man lege zwei Backbleche mit Backpapier aus.

Für das Karamell schmilzt man den Zucker vorsichtig in einem Topf und gibt dann die Walnusshälften dazu. Das Karamell auf das Backpapier geben und auskühlen lassen. Sobald das Karamell kalt ist gibt man es in einen Gefrierbeutel und bearbeitet es mit einem Nudelholz.

Die Schokolade schmilzt man nach der Methode von Nele über dem Wasserbad. Eine Hälfte davon verteilt man auf dem Backpapier (es sollte eine nicht zu dünne Lage entstehen), gibt die Hälfte vom Walnuss-Karamell und etwas Fleur de Sel darüber. Nun kommt der Rest der Schokolade darüber. Darauf verteilt man den restlichen Walnuss-Karamell und noch etwas Fleur de Sel. Wer eine Schokoladentafelform hat, kann diese natürlich auch verwenden.

Die Schokolade gut auskühlen lassen und in Stücke schneiden oder brechen. Hübsch verpacken und fertig ist ein super leckeres Geschenk 🙂

Walnuss-Karamell Schokolade mit Fleur de Sel

Badegugls

Bade GuglsDieses Jahr gibt es bei mir nur selbstgemachte Geschenke aus meiner Küche. Seit dieser Woche weiss ich nun auch, dass man Badezusätze auch selber in der Küche herstellen kann. Bei Nachgekocht.com gibt es dafür eine ganz tolle Anleitung. Die Zutaten dafür bekam ich in meinem Bioladen. Laut der guten Dame dort, sind die Zutaten sehr gut für die Haut und haben wohl pflegende Eigentschaften.

Für 8-9 Gugls
60 g Natron
30 g Zitronensäure
50 g Maisstärke
1 Msp Kurkuma
60 g Kakaobutter (gibt es von Rapunzel in den meisten Bioläden)
10 Tropfen Blutorangenöl oder Orangenöl (muss für kosmetischen Bedarf sein)

Natron, Zitronensäure, Maisstärke und Kurkuma vermischen. Kakaobutter und das Aromaöl in einer Schüssel über dem Wasserbad schmelzen. Die trockenen Zutaten hinzufügen, alles gut vermischen und in die Guglförmchen füllen. Kalt werden lassen, aus der Form nehmen und hübsch einpacken. Fertig ist ein super tolles Weihnachtsgeschenk 😉

Bade Gugls

Kokos-Schoggi-Makronen

Kokos-Schoggi-MakronenDie letzten Wochen war ich häufiger im tibits in Basel essen. Das ist nicht so weit weg vom Büro und man kann super lecker vegetarisch essen. Vom tibits gibt es auch ein Kochbuch und so kam es, dass dieses eines Tages bei mir einzog. So kurz vor Weihnachten vielen mir natürlich sofort die Kokos-Schoggi-Makronen auf. Ich mag ja Kokosmakronen und Schoggi geht auch immer. Da ich noch Kokosraspeln übrig hatte und gute Zartbitterschokolade bei mir ein Grundnahrungsmittel ist, konnte ich die Makronen gestern backen.

für ca 30-40 Stück
2 Eiweiss
160 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
110 g Zartbitterschokolade (70% aufwärts)
150 g Kokosraspeln

Den Ofen auf 150°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Eiweiss steif schlagen und nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Immmer schön weiter schlagen bis ein fester Eischnee entstanden ist.

Die Schokolade im Zerkleinerer in ganz kleine Stücke umwandeln. Das klappt sehr gut, wenn die Schokolade vorher im Kühlschrank bzw Tiefkühler war. Die Schokolade mit Vanillezucker und Kokosrapseln vermischen und alles unter den Eischnee heben.

Mit 2 Teelöffel kleine Nocken abstechen und diese auf das Blech setzten. Im Ofen für 15-20 Minuten backen. Auf ein Gitter zum Abkühlen legen.

Orangensablés

Orangen SablésSablés ist die französische Variante von Heidesand. Ich kenne sie aus der Schweiz, da man die dort das ganze Jahr über bekommt. Ich finde Sablés einfach nur super praktisch. Teig anrühren, formen, kalt stellen, in Scheiben schnieden, ab aufs Blech und ab in den Ofen. Schneller gibt es keine super leckeren Kekse. Zumal man nicht den Stress mit dem Ausrollen und so hat 😉

für 45 Sablés

1 Bio-Orange
250 g Butter, zimmerwarm
120 g feiner Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
350 g Mehl
50 g Puderzucker für die Glasur
feiner Zucker zum Wenden

Von der Orange die Schale fein reiben und den Saft auspressen.

Butter schaumig schlagen, die Schale und 2 EL Saft von der Orange zufügen, weiter schlagen, die Prise Salz, Zucker und Vanillezucker dazugeben und fertig schlagen. Mehl unterheben und zu einem Mürbeteig kneten. Den Teig zu Rollen von 2-3 cm Durchmesser formen, in Klarsichtfolie einwickeln und für 1-2 Stunden in den Kühlschrank geben.

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Die Teigrollen in Zuckern wenden, davon 0,5 cm dicke Scheiben abschneiden und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Für 10 Minuten backen.

Während die Kekse im Ofen sind, Puderzucker mit etwas (1-3 TL) Orangensaft vermischen.

Das Blech aus dem Ofen holen und die heissen Kekse mit dem Guss bestreichen. Auf ein Gitter zum Abkühlen legen.

Alpenbrot

AlpenbrotBei Aniko von Paprika meets Kardamom bin ich auf Alpenbrot gestoßen. Alpenbrot? Sieht ja irgendwie nach Magenbrot aus und ist das auch irgendwie. Da ich letztes Wochenende im Backmodus war, habe ich die auch noch gemacht. Die Zutaten dafür standen ja eh schon in der Küche. Also ging es los.

Für 4-6 Laibchen:
500g Mehl
250g Butter, zimmerwarm
250g Muscovado (Dark brown soft sugar)
2 Eier
30g Kakao
1/2 EL Zimt
2 gemahlenen Nelken
2 Kapseln Kardamom, gemahlene Samen
1/2 TL Salz
gut Muskat

Für den Guss:
2 EL Puderzucker
Zitronensaft

Den Ofen auf 180°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Butter schaumig schlagen und nach und nach alle anderen Zutaten hinzugeben (nur nicht die für den Guss). Es sollte ein homogener Teig entstehen.

Nun den Teig in 4-6 Stücke teilen und zu Rollen formen. Mit etwas Abstand die Rollen auf das Blech legen und für ca 15 Minuten backen. Die Rollen sollten noch leicht soft sein.

Während die Rollen im Ofen sind Puderzucker und ein bisschen Zitronensaft zu einem Guss verrühren. Die heißen Rollen sofort mit dem Guss bestreichen.

Nun die Rollen etwas auskühlen lassen und schräg in Scheiben schneiden. Fertig auskühlen lassen und in eine Dose geben. Das Alpenbrot hält sich eine Weile und schmeckt nach 2-3 Tagen richtig gut.

Sables au chocolat et a la fleur de sel

Chocolate meets fleur de sel cookiesJeden Tag ein Keks 🙂 So oder so ähnlich könnte ich auch meine derzeitige Serie betiteln. Bei Dirk habe ich nicht nur die Luxusversion von den Dominosteinen gefunden, sondern auch die weltbesten Schokoladenkekse. Glücklicherweise habe ich mal was getan, was ich ansonsten so gut wie nie tue, ich habe das Rezept bis zum Schluss durchgelesen. Da steht bei Punkt 8: “Dann geniessen und sich aergern, nicht gleich die doppelte Menge gemacht zu haben, was ich dir empfehlen wuerde. Sie sind schneller vernascht als du “mmmh” sagen kannst…“. Frau von Welt ist klever und bäckt gleich die doppelte Menge. Bereut habe ich das bis jetzt noch nicht. Diese Kekse sind so wunderbar schokoladig, einfach göttlich. Wichtig ist, dass man gute Zartbitterschokolade und wirklich nur Fleur de Sel dafür verwendet. Dieses Industriesalz hätte nicht den gleichen Effekt.

Wie ich gerade gesehen habe, geht Tinas Event Plätzchen aus aller Welt in die Verlängerung. Da Sablés typisch französisch sind passen die natürlich super zu dem Event.

für 40-50 Stück
350 g Mehl
60 g Kakao
10 g Natron
300 g weiche Butter
240 g Rohrzucker
100 g Puderzucker
10 g Fleur de sel
Mark von zwei Vanilleschoten
300 g Zartbitter-Schokolade (ich habe die Couverture FELCHLIN Extradunkel 73% verwendet)

Die Schokolade kühlen und in einem Mixer zerkleinern.
Die Butter schön schaumig schlagen, Rohrzucker, Puderzucker und Fleur de Sel dazugeben und weiter schlagen.
Die restlichen Zutaten von Hand unterarbeiten bis ein mürber Teig entstanden ist. Aus dem Teig Rollen von ca 3 cm Durchmesser formen, in Frischhaltefolie einpacken und ab damit in den Kühlschrank für 2-3 Stunden.
Den Ofen auf 170°C (Umluft) vorheizen. Backpapier auf die Bleche geben. Von der Teigrollen ca 1 cm dicke Scheiben abschneiden und mit ausreichend Abstand auf dem Blech verteilen.
Die Kekse für 11 bis maximal 12 Minuten in den Ofen geben. Auf dem Blech kurz auskühlen lassen und dann auf ein Gitter zum endgültigen Auskühlen geben. Die Kekse sind eine zarte Angelegenheit und zerfallen, wenn man sie zu früh vom Blech nehmen will.

Chocolate meets fleur de sel cookies

Nun macht man sich einen Latte, Espresso, Tee oder was auch immer und genießt die Sablés.

Orangen-Whisky-Buttercakes

Orangen-Whisky-ButtercakesLetzte Woche habe ich mich auf die Suche nach Rezepten für Kekse gemacht. Über Umwege bin ich bei Dirk gelandet. Er hat einen wunderschönes Blog namens “Cucina e Passione” und dort gibt es ein Rezept für die besten Kekse ever. Die schreien sich Orangen-Whisky-Buttercakes, für mich ist es die Luxusversion von Dominosteinen.

Bevor ich mit dem Backen loslegen konnte, brauchte ich erst einmal Tonkabohnen. In Lörrach ist es nicht so super einfach diese zu bekommen. Glücklicherweise kann man die in jeder Apotheke bestellen. So kam ich auch an meine ersten 4 Tonkabohnen. Nun stand der Backerei nix mehr im Wege.

für die Kekse:
250 g Butter
1 Tonkabohne
1 Bio-Orange
150 g Zucker
2 TL Vanilleextrakt
350 g Mehl

für das Gelee:
1 Glas Bitterorangenmarmelade
60 ml milder Whisky (z. B. Jameson 12 Years)
1 gestrichener TL Agar Agar

für den Schokoladen-Überzug:
250 g dunkle Schokolade 70 % Kakao
50 g weiße Kuvertüre

Los geht es mit den Keksen. Dafür die Butter langsam schmelzen und die Tonkabohne hinein raspeln (geht am besten mit einer Muskatnussreibe). Die Butter für 10 Minuten blubbern lassen, bis sie schön braun, aber nicht schwarz ist. Hier und da mal umrühren. Die Butter nun durch ein ganz, ganz feines Sieb in eine Schüssel (gross) giessen. Bei den derzeitigen Temperaturen habe ich die Schüssel auf den Balkon gestellt um die Butter wieder fest werden zu lassen. Ein Ausflug in den Kühlschrank funktioniert auch.

Orangen-Whisky-Buttercakes

Während die Butter wieder fest wird, stellt man den Orangenzucker her. Dafür wird die Schale von der Orange abgerieben und mit dem Zucker vermischt. Zusammen dreht die Mischung eine paar Runden in der Küchenmaschine. Falls der Zucker leicht feucht ist, einfach für ein paar Minuten bei 60°C in den Ofen geben. Das duftet so was von gut.

Nun die fest gewordene Butter schön fluffig schlagen, den Orangenzucker hinzfügen, weiter schlagen, das Vanilleextrakt hinzugeben und weiter schlagen. Nun das Mehl von Hand unterarbeiten. Den Teig in gleichmässig grosse Rollen formen. So ca 3-3,5 cm Durchmesser. Den Teig in Klarsichtfolie einpacken und für 2 Std in den Kühlschrank geben.

Den Ofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier belegen. Von den Teigrollen 5mm dicke Scheiben abschneiden und diese auf die Bleche legen. Jedes Blech für 11 Minuten in den Ofen geben. Die Kekse auf dem Blech auskühlen lassen und dann auf ein Gitter zur Weiterverarbeitung legen. Die Kekse sind eine recht mürbe Angelegenheit und wollen sehr liebevoll behandelt werden.

Orangen-Whisky-Buttercakes

Nun kommen wir zum Gelee. Da musste ich etwas improvisieren, da meine Kekse nicht wirklich einheitlich rund bzw eckig waren. Für das Gelee wird ein Glas Bitterorangenmarmelade mit 1-2 EL Wasser in einem Topf verrührt und zum Schmelzen gebracht. Das Gelee durch ein Sieb streichen, damit es keine festen Bestandteile im Gelee gibt. Den Whisky und das Agar-Agar Pulver zum Gelee geben und die Masse einmal aufkochen lassen. Beim Abkühlen merkt man, wie das Gelee langsam fest wird. Nun das Gelee gleichmäßig mit einem Pinsel oder Löffel auf die Kekse verteilen. Das Gelee fest werden lassen.

Nun kommen wir zum Schokoladenüberzug. Dafür wird die dunkle Schokolade nach dieser Anleitung geschmolzen und damit werden die Kekse überzogen. Die weisse Schokolade ebenso schmelzen und damit kunstvoll die Kekse dekorieren. Nun die Kekse gut auskühlen lassen und danach in eine Keksdose stecken.

Orangen-Whisky-Buttercakes