ich 2.0

dav
”WENN DIR DAS LEBEN IN DEN ARSCH TRITT, DANN NUTZE DEN SCHWUNG,
UM VORWÄRTS ZU KOMMEN.“

So oder so ähnlich begann letztes Jahr meine Umwandlung. Mir selber hat das Leben keinen Tritt in den Arsch verpasst, aber einer sehr geliebten Person mit der Diagnose Fettleber. Da begann es in meinem Kopf an zu arbeiten. Was ist, wenn ich diese Diagnose auch mal bekomme? Kann ich mit 46 noch einmal das Ruder rumreissen? Fragen über Fragen und einer Antwort: ja, ich kann das schaffen!

So habe ich mich letztes Jahr vor der Island Reise damit beschäftigt, wie ich abnehmen kann. Auf Hunger ohne Ende hatte ich keine Lust. Zudem wollte ich weiter kochen. Nach langen Nächten im Internet hatte ich meine Methode gefunden: Intervallfast, Esspausen oder kurz IF. Ich entschied mich für 16:8, was soviel heisst, dass ich 8 Stunden lang essen darf und 16 Stund lang faste. Klingt nicht machbar? Ist es!

So begann ich nach dem Urlaub in Island mit IF. Ich habe gefrühstückt, zu Mittag gegessen und dann war Schluss bis zum nächsten Morgen. Ich hatte Abends Zeit für den Balkon, konnte lesen ohne Ende und hatte keinen Stress mehr, dass ich mir noch etwas zu essen machen muss. Einfach viel Zeit! Das war herrlich. Wenn ich früher nach Hause kam, dann ging es am Anfang ins Badi. So vergingen die ersten Monate und die Kilos purzelten. Schön langsam, da sie ja auch nicht über Nacht auf den Hüften waren.

Der Sommer kam und ging. Mit ihm gingen weitere Kilos. Ich habe den Sommer im Naturbadi in Riehen verbracht. Am Anfang nur wenige Runden und dann immer mehr. Brav ging es immer mit dem Fahrrad dorthin. Schön ist auch, wenn man Freunde hat, die einen doch überreden, dass das Baden auch bei 2-3 Wolken am Himmel Spass macht. Danke Sandra!

Nun war der Herbst da. Das Naturbad machte bald zu und so musste eine Alternative her. Also meldete ich mich in einem Fitnessstudio an. Damals immerhin schon unter 100 kg, aber immer noch viel zu schwer. Dann kam das erste berühmte Plateau. Nix ging mehr. Nix nach oben, nix nach unten. Die Waage wäre beinahe aus der Wohnung geflogen. Also habe ich im Eiltempo das Buch “Fettlogik überwinden” gelesen. Eine Fitnessapp später wusste ich, dass ich mehr esse als ich verbrauche. Problem erkannt, Problem behoben. Nun ging es weiter nach unten. Ich flog in den Spreewald, den ich mit dem Fahrrad unsicher gemacht habe. Weiter ging es nach Dresden zu guten Freunden. Vielen Dank an Moni und Dirk für die schöne Zeit.

Der Winter kam und ich näherte mich den 80 kg. Bei dem Checkup im Fitnessstudio kam raus, dass ich zu viel Cardio mache und 1,7 kg Muskelmasse verloren hatte. Das nächste Problem erkannt und behoben. Nun gab es ein Krafttraining Programm für mich. Regelmässig wurde das Gewicht erhöht und plötzlich konnte man Muskeln erahnen. Yeah! War ich stolz. Über Silvester ging es kurz nach Island. Danach hatte ich immer noch keine Nordlichter gesehen, hatte zum Glück auch nicht mehr Gewicht auf der Waage.

Zurück im Alltag begann ich mit dem Laufen. Erst 3-4 km mit einigen Gehpausen. Die Gehpausen wurden immer weniger und nun laufe ich 8 km durch. Per Zufall entdeckte ich auf Facebook bei Sportmüller das Angebot für ein Lauftraining. Erst wollte ich nur die Vorträge anhören, aber dann bin ich doch geblieben. Quentin und Martin machen das ganz toll.

Mit dem sportlichen Erfolg kam auch das nächste Plateau bei genau 80 kg. Ich hätte schreien können. Nicht schon wieder … Die Rettung kam in Form von Sergej, einem Mitarbeiter von ultrasports. Er erklärte uns alles über die F-AS-T Formel. Low Carb und viel gute Fette. Ich war zuerst skeptisch, aber da ich von Natur aus neugierig bin, probierte ich es aus. Ja, es klappt wunderbar. Es reicht wohl wirklich, wenn man Kohlenhydrate über Gemüse aufnimmt. So schmolzen wieder die Pfunde. Nach gut einer Woche sind es fast 3 kg weniger gewesen.

Nun bin ich bei 77 kg angekommen und ein paar weitere Kilos dürfen noch schmelzen. Ich bin mir auch sehr sicher, dass dies noch klappen wird.

Ich freue mich nun schon riesig auf meinen ersten Lauf (AOK Gesundheitslauf) in Freiburg am 8.4., dann nehmen wir mit der Laufgruppe am Wiesentäler Wasserlauf am 28.4. teil, gefolgt vom Frauenlauf in Basel am 6.5 und dem Wake up and run Lauf in Basel Ende Juni. Wenn ich am 8.4. am Start stehe, dann wird das für mich sicher sehr emotional werden. Vor fast genau einem Jahr begann meine Umwandlung in eine sportlicher, fitter und inzwischen viel entspanntere Person.

Was lernen wir daraus? Alles ist machbar, wenn man es selber nur will! Das alles wäre nicht möglich gewesen, wenn ich selber nicht gewollt hätte.

Tausend Dank an alle, die mich unterstützen, an mich glauben und nicht hängen lassen!

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