Glamorgan Sausages

Glamorgan SausagesIn wenigen Stunden ist die EM 2016 auch wieder Geschichte. Auch heute werde ich kein Fussball schauen, da mich das weiterhin nicht interessiert. Es gibt auch nicht mein Wunschfinale Wales vs Island. So drücke ich meinen Freunden aus Portugal die Daumen und werde das Buch “Unterleuten” weiterlesen.

Heute geht auch das Kochevent von Peter zur EM zu Ende. Da ich mich nebst der Schweiz auch für Wales eingetragen habe, kommt hier mein letzter Beitrag. Ich entführe euch nach Wales, wo es richtig leckeren Käse gibt. Dieser Käse landet dort nicht nur auf dem Brot, sondern auch in vielen Snacks. Die Glamorgan Sausages sind so ein Snack. Ich habe sie mit bestem Cheddar aus Wales zubereitet. Der rote Drachen hat mich dabei beobachtet und geschaut, dass ich nichts falsch mache.

Für 16 kleine Würste
225 g frische Semmelbrösel
125 g geriebener Käse (Cheddar z.B.)
3 mittelgroße Freilandeier
Etwas Milch
Salz und weißer Pfeffer
1/4 TL Senfmehl
175 g Lauch, fein geschnitten und in etwas Butter 2 Minuten lang sautiert
1 gehäufter Esslöffel frische, gehackte Petersilie

Panade
100 g frische Semmelbrösel
1 mittelgroßes Freilandei
4 EL Milch
Pflanzenöl zum Braten

Alle Zutaten für die Würste gut vermischen. Der Teig sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu klebrig sein. Man sollte also gut die Würste formen können ohne, dass sie auseinanderfallen. Eine grosse Wurst formen und 16 Würstchen abschneiden.

Cheddar aus Wales

Für die Panade Ei mit Milch vermischen. Die Semmelbrösel auf einen Teller geben und so eine Panierstrasse erstellen (Schale mit dem Ei – Teller mit den Semmelbröseln). Die Würstchen zuerst in das Eigemisch geben und danach in den Semmelbröseln wenden.

Die Würste nun für 30 Minuten in den Kühlschrank geben. Das macht die Panade extra knusprig.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Würste auf mittlerer Hitze braten, bis sie rundherum goldbraun sind. Sie sollten komplett durchgebraten sein.

rote Drachen

Die Würste mit einem Tomaten- oder Gurkensalat servieren. Ein wunderbarer Snack auch bei über 30 Grad.

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Zigerhörnli

Glarner ZigerhörnliEs ist EM, 22 (okay, meistens nur 20) Spieler rennen einem Ball hinterher und versuchen diesen an dem einen Spieler vorbei ins Tor zu manövrieren. Danach freut sich das eine Team und das andere ist traurig. Die Fans jubeln oder versinken im Tränenmeer. Hier finden Hubkonzerte statt und ich kann nicht schlafen. Immerhin gibt es etwas an der EM was auch ich mag. Peter von “aus meinem Kochtopf” veranstaltet wieder ein Blogevent zur EM wie vor zwei Jahren zur WM. Ich habe mich für die Schweiz und Wales eintragen lassen und so kommt hier mein erster Beitrag.

Die Reise geht in ein Tal, welches gleichzeitig ein Kanton ist – Glarus. Viele kennen diese Region nicht, da sie doch etwas abseits liegt. Ich kann eine Reise dorthin nur empfehlen, da das Tal und seine Berge einfach nur wunderschön sind. Nebst traumhafter Natur, bietet der Glarus auch einiges kulinarisches. Da gibt es u.a. auch den Tritolt Gewürzzucker. Dieser war früher ein Heilmittel aufgrund der vielen Gewürze. Diesen werde ich bald probieren und dann mehr darüber berichten. Dann gibt es dort noch den Schabziger. An diesem Käse scheiden sich die Geister. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Ich gehöre zu denen, die ihn echt gerne mögen.

Was ist nun ein Schabziger? Bei wikipedia haben ich das hier gefunden: “Die entrahmte Kuhmilch wird auf über 90 °C erhitzt, mit der Milchsäurekultur versetzt, dann überlässt man den abgeschiedenen Ziger in durchlöcherten Butten oder in Säcken, mit Steinen beschwert, vier bis zwölf Wochen lang der Gärung. Dieser gereifte Ziger wird zerrieben, gesalzen und drei bis acht Monate in Silos gelagert. Erst dann wird pulverisierter Schabzigerklee zugegeben und der Schabziger in seine typische Form gepresst. Nach sechs bis acht Tagen wird das „Zigerstöckli“ herausgenommen und zwei bis sechs Monate lang auf einem Gerüst getrocknet.”

Schabziger

Den Schabziger isst man nicht wie anderen Käse direkt aufs Brot. Man vermischt ihn u.a. mit Butter oder Sahne für köstliche Speisen. Bei mir gibt es typische Zigerhörnli und so kommen wir auch gleich zum Rezept dafür.

für 2 Personen
250 g Hörnli
100 ml Halbrahm (man kann auch Sahne verwenden)
50 g Schabziger, gerieben
1-2 Zwiebeln je nach Grösse, fein geschnitten
15 g Butter
Salz, Pfeffer

Man kocht die Hörnli in reichlich Wasser, giesst sie ab (Kochwasser aufheben!!) und lässt sie gut abtropfen.

Während die Hörnli kochen, die Zwiebelringe in Butter goldgelb dünsten.

Im Nudeltopf nun Halbrahm und Schabziger erhitzen bis sich der Käse aufgelöst hat. Die Nudeln dazugeben. Falls das zu trocken ist, noch etwas Kochwasser dazugeben. Die Nudeln mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Zigerhörnli auf zwei Teller verteilen und darüber die goldgelben Zwiebeln geben. Klassisch isst man dazu Apfelmus. Eine perfekte Kombination auch bei gefühlten 30° im Schatten 🙂

Inspiration: Glarner Zigerhörnli von lamiacucina

Hier gibt es in der annabelle noch ein paar Ideen, was man mit den restlichen 50 g Schabziger machen kann: so ein Käse

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