Falafelwrap

FalafelwrapIn der Küche stehen seit Dezember schwarze Kichererbsen vom hiltl. Sie standen und standen und so langsam wurde ihnen wohl langweilig. Vermute ich mal, weil wer will immer nur rumstehen. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Rezept mit Kichererbsen. In einer Ausgabe von “slowly veggie” fand ich einen Wrap mit Falafel. Der sollte es werden, leicht abgegändert. So gab es gestern die ersten selbstgemachten Falafel. Was soll ich sagen, die sind ganz einfach zu machen.

Die Menge Falafel reicht für ca 2-3 Wraps
100 g schwarze Kichererbsen, getrocknet (z.B. die vom hiltl)
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
Öl
2 El frische Pistazien
1 El Cassis-Sirup
0,5 Tl Kreuzkümmel, fein gemörsert
0,5 Tl Koriandersamen, fein gemörsert
1 Tl feines Meersalz
Öl zum Fritieren

Die Kichererbsen in ca 1-2 Liter Wasser über Nacht einweichen. Am nächsten Tag die Kichererbsen in ein Sieb geben, gut abwaschen und abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl glasig dünsten, Cassis-Sirup dazugeben und einkochen lassen. Alle Zutaten in einen Mixbecher geben und mit dem Pürierstab mehr oder minder fein pürieren. Aus der Masse walnussgrosse Bällchen formen. Diese im 160°C heissem Öl für ca 3-4 Minuten fritieren. Auf Küchkrepp geben und dann im Ofen warmhalten.

Die Tortilla Wraps wurden belegt mit:
leicht scharfem Krautsalat
Dafür habe ich ca 200 g Weisskohl in feine Streifen geschnitten. Dazu kam etwas getrocknete Chili und Salz. Alles gut durchkneten und mit Zitronensaft/Olivenöl abschmecken.

Knoblauchjoghurt
1 Knoblauchzehe schälen und mit Salz zu Knoblauchmus verarbeiten. Das kam in 4-5 EL Joghurt. Mit Salz abschmecken.

Sesamsalz
5 El Sesam in einer Pfanne on Fett anrösten bis sie zu hüpfen beginnen. Den Sesam in einen Mörser geben und fein mörsern. Salz dazugeben und alles gut vermischen. Das Sesamsalz in ein Marmeladenglas geben und kühl und trocken (= Kühlschrank) lagern.

Chilirelish (ein Geschenk von einer Freundin aus England)

Kresse und noch ein paar Kräutermischungen von sonnentor

Die Tortilla für die Wraps kann man selber machen oder selber kaufen. Demnächste werde ich mal eine grössere Portion selber machen und einfrieren.

ein Besuch im Hiltl Kochatelier

Ich werde ja häufig gefragt, warum ich eigentlich noch Kochkurse besuche. Nun, ich koche gerne und suche immer wieder neue Ideen. Ein paar neue Ideen habe ich im Bereich des vegetarischen Kochens gesucht. Immer nur Kartoffeln mit Kräuterquark ist auf Dauer langweilig. Wo kann man sich da besser inspirieren lassen als im Hiltl in Zürich?

Das Hiltl ist das älteste vegetarische Restaurant der Welt. Im Jahre 1898 gründete Ambrosius Hiltl das Restaurant in Zürich. Über die Jahre hinweg hat es sich zu der Adresse schlechthin für vegetarisches Essen entwickelt. Man koch kreativ, modern und einfach nur lecker. Ein bunter Nationenmix sorgt dafür, dass es den Gästen kulinarisch nie langweilig wird. Man arbeitet auch an vegetarischen Dönern und Tartar und anderen eigentlich typischen Fleischgerichten. Jeder Fleischesser wird erst einmal nicht merken, dass er da eigentlich kein Fleisch auf dem Teller hat.

Im oberen Teil des Restaurant ist das Kochatelier versteckt. Nun ja, eigentlich nicht versteckt, sondern man kocht mehr oder minder direkt neben den Gästen, die im Restaurant essen. Dies sollte man sich bewusst sein, wenn man Reisnudeln bricht und so ein Stück Nudel auf einmal eine andere Flugroute nimmt als vorgesehen 😉

Wie ist nun so ein Kochkurs im Hiltl? Das wollte ich auch wissen und habe mit für die “asiatische Küche” angemeldet. So gegen 18 Uhr trudeln alle nach und nach im Kochatelier ein und werden herzlich von Anna und Wolfi begrüsst. Mit Prosecco, Wasser oder Säften stosst man auf einen schönen Abend an. Anna und Wolfi erzählen dann einiges über das Hiltl, sich selber und natürlich die Küche um die es an dem Abend geht. So erfährt man doch einiges und hat die ein oder andere Bildungslücke nun geschlossen. Nach vielen Worten ging es los mit dem Kochen. In Gruppen eingeteilt macht man sich an die Gerichte. Immer wissend, dass es da 2 gibt, die gerne helfen und vermutlich jede Frage beantworten können. Es wurde alles fein klein geschnitten, gebraten, gekocht, gemixt und was man halt sonst noch so mit Lebensmitteln macht. Nacht gut einer Stunde waren alle Gruppen mit ihren Gerichten fertig und so konnte man überall mal probieren. Nach dem Kochen ging es auf Sightseeingtour durch die Hiltl Küche. Wolfi hat uns erklärt, wie so eine Grossküche funktioniert und wo all die Leute herkommen, die gerade da waren. Irgendwo habe ich den Faden verloren, was wohl daran lag, dass direkt neben mir eine Schüssel Mousse au Chocolate vorbeilief. Sah die lecker aus. Nach der ausführlichen Führung durften wir endlich unser Essen probieren. Es wurde extra für uns wunderschön angerichtet und serviert. Alle Gerichte waren super lecker und Fleisch hat man echt nicht vermisst. Nach einem schönen Abend ging es dann wieder zurück nach Lörrach.

Hiltl Kochkurs /1

Was ist mein Fazit? Sofort jederzeit wieder 😉 Der Kochkurs hat super viel Spass gemacht und mir gezeigt, wie vielseitig die vegetarische Küche sein kann. Damit mir die Ideen so schnell nicht ausgehen, habe ich mir die Hiltl Kochbücher mitgenommen und werde mich zudem noch für weitere Kurse anmelden. Nur so mal als Vorwarnung an Anna und Wolfi, ich komme wieder 😉

Hier noch unser Menu, welches wir gekocht haben: Vegi Sushi mit grünem Papayasalat gefolgt von der Laksa Suppe. Danach gab es gebratenen Tofu mit Tomaten-Sambal und Sam tam Bamee. Der Abschluss war ein super leckeres Matcha Glace mit Adzukibohnen.

Hiltl Kochkurs /2