Apfelwaffeln

Apfelwaffel mit Vanilleeis und BerghonigMelanie von “kleine Chaosküche” sucht zur Zeit Mehlspeisen. Mein Thema, da ich Mehlspeisen über alles liebe.

Letzten Sonntag war mein Urlaub vorbei und eigentlich wollte ich einen Apfelkuchen backen. Eigentlich, da ich keine Lust auf Kuchenbacken hatte. In der Küche entdeckte ich mein altes Waffeleisen. Das wird irgendwie viel zu selten benutzt. So kam es, dass aus einem Apfelkuchen Apfelwaffeln geworden sind. Direkt zurück aus Kreta kam in den Waffelteig gutes Olivenöl anstelle von Sonnenblumenöl. Man sollte dafür ein mildes, leicht fruchtiges Ölivenöl verwenden.

für ca 10 Waffeln
3 Stk. Eier
80 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
100 ml Olivenöl
250 g Mehl
1 Prise Salz
250 ml Milch
1 TL Backpulver
450 g Äpfel
1 EL Puderzucker
Vanilleeis
Honig

Eier, Zucker, Vanillezucker, Salz und Öl gut schaumig rühren. Mehl, Backpulver und Milch dazugeben und zu einem klumpenfreien Teig verrühren.
Die Äpfel ohne Schale grob raspeln und in den Teig geben.
Das Waffeleisen einfetten und vorheizen. 1-2 grosse Esslöffel Teig in das heiße Waffeleisen füllen und backen. Kurz abkühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen, eine Kugel Vanilleeis darauf geben und mit Honig beträufeln.

Mehlspeisen - Süße Sünden für Leib und Seele

Tête de Moine trifft auf Basler Läckerli

Läckerli trifft auf Tete de MoineZorra hat Sehnsucht nach Schweizer Käse und sucht Rezepte mit gutem Schweizer Käse.

Der Tête de Moine kommt aus dem Schweizer Jura. Für mich eine traumhaft schöne Region der Schweiz. Sanfte Hügel, wunderbare Bergseen und guten Käse. Im Sommer herrlich zum Wandern und im Winter perfekt zum Schneeschuhlaufen. Deswegen zieht es mich häufiger dorthin.

Bei mir gibt es ein kleines Häppchen für den Apéro. Eine tolle Kombination, welche ich vor einem Jahr mal im hiltl in Zürich probieren durfte.

für 4 Häppchen
4 Basler Läckerli
etwas Feigensenf
4 Rosetten Tête de Moine

Man bestreiche die Läckerli mit etwas Feigensenf und lege eine Rosette Tête de Moine darauf. Ganz schnell, ganz easy, ganz lecker ;-)

Läckerli trifft auf Tete de Moine

Blog-Event CII - Schweizer Käse Sehnsucht (Einsendeschluss 15.10.2014)

Kanelbullar

KanelbullarPetra von “Obers trifft Sahne” will wissen, wie wir würzen. Beim Kochen verwende ich sehr gerne frische Kräuter von Balkonien (Zitronenthymian, Zitronenbasilikum, Rosmarin, Thymian und noch vieles mehr). Beim Backen liebe ich Zimt. Dieser Duft von Zimt ist einfach göttlich. Ich liebe Zimt schon seit Jahren, aber meine Liebe zu Zimtrollen begann 2005 auf Utila. Da ging es jeden Morgen von der Unterkunft vorbei an einer Bäckerei, welche Zimtrollen gebacken hat, zur Tauchbasis. Jeden Morgen gab es eine Zimtrolle. Nun bekam ich neulich als Dankeschön ein Kochbuch von der HNU. Dort hat es ein Rezept für schwedische Zimtrollen drinnen. Dank google bin ich am Schluss auf der Seite der Deutschen Welle gelandet. Da hat es ein Rezept für göttliche Zimtrollen. Das stammt aus einem Café, wo auch Stieg Larsson gerne war. Als Stieg Larsson Fan musste ich das Rezept probieren. An der Optik hapert es noch etwas, aber der Geschmack ist perfekt.

Hefeteig:
350 g Wasser (Raumtemperatur)
420 g Weizenmehl
50 g frische Hefe

300 g Weizenmehl
150 g weiche Butter
Zucker, Kardamom
1/2 Teelöffel Salt

Füllung:
200 g weiche Butter
200 g Zucker
2 volle Teelöffel Zimt

Dekoration:
1 Ei
Hagelzucker

Zuerst Das Wasser mit Weizenmehl und Hefe vermischen und für 30 Minuten gehen lassen. Nun die restlichen Zutaten zum Teig hinzufügen und für 10 Minuten auf Stufe 1,5 (von 4) kneten lassen. Den Teig für 10 Minuten gehen lassen.

Inzwischen die weiche Butter mit Zucker und Zimt gut vermengen. Es sollte eine gut streichbare Masse entstehen.

Den Teig auf 4mm Dicke ausrollen. Mit der Zimt-Butter Mischung bestreichen und den Teig falten. Den Teig in 1,5 cm dicke Streifen schneiden. Daraus nun irgendwie Knoten formen. Der Knoten sollte am Schluss ca 90 g wiegen. Die Kanelbullar nun auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech legen. Mit einem feuchten Küchentuch bedecken und für 40 Minuten gehen lassen.

Die Zimtschnecken mit einem verquirlten Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.

Kanelbullar

Den Ofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Kanelbullar für 10-12 Minuten backen. Lauwarm servieren.

Inspiration: Deutsche Welle – Kanelbullar

Die Anti-Food-Waste Challenge

Neulich wurde ich von Marleyspoon gefragt, ob ich bei der #antifoodwastechallenge teilnehmen will. Nach ein paar Überlegungen (Zeit und so) habe ich zugesagt. So bekam ich am Freitag eine Box mit folgenden Zutaten:
– Kürbis, Merguez, Ricotta, Parmesan, Schalotten, Chilis, Knoblauchzehe, Pflaumentomaten, Thymian, getrocknete Aprikosen, Zartbitterschokolade, Zitrone
Daraus sollte ich nun etwas kochen. Es druften auch mehrere Gerichte sein. Zufügen dufte man nur Salz, Pfeffer, Gewürze, Öl und Essig. Ich war so frech und habe noch Milch und Zucker auf die Liste gesetzt.

Kürbis-Ricotta-Parmesan PüHauptspeise: Merguez auf scharfer Tomatensalsa mit Kürbis-Ricotta-Parmesan Pü
3 Merguez
1 Schälchen Pflaumentomaten
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
2 Chilis
Apfelessig
600 g Kürbis
125 g Ricotta
80 g Parmesan
4 Zweige Thymian
etwas Milch
Salz/Pfeffer

Die Grillfunktion im Ofen anschalten. Die Tomaten und Chilis pro Seite 6 Minuten rösten. Beides aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Den Ofen auf 220°C reduzieren. Die Schalotten und die Knoblauchzehe schälen. Die Schalotte in dickere Ringe schneiden. Beides für ca. 16 Minuten im Ofen dünsten. Leicht abkühlen lassen.
Die Chilis mit Knoblauchzehe und Schalotte pürieren. Die Tomaten (bei mir inzwischen gehäutet) dazugeben und alles pürieren. Mit etwas Apfelessig, Thymian und Salz/Pfeffer abschmecken.

Den Kürbis in gleichgrosse Stücke schneiden und für ca. 15 Minuten kochen. Abgiessen und mit Ricotta, Parmesan, Milch, Thymian, Salz und Pfeffer vermengen. Der Käse sollte geschmolzen sein.

Die Merguez in etwas Öl braten.

Kürbis Pü, Merguez und Tomatensalsa schön auf einem Teller anrichten.

Resteverwertung: falls etwas vom Kürbis Pü übrig bleiben sollte. Dies einfach mit etwas Mehl vermischen, Bratlinge daraus formen und in Öl knusprig braten. Die Tomatensalsa ist ein idealer Dip für Tacos. Perfekt für einen faulen Abend vor dem TV ;-)

Ricotta-Schoggi CremeDessert: Ricotta-Schokoladen Creme mit Aprikosenkompott
50 g Zucker
75 ml Wasser
1 Messerspitze Vanille und Zimt
125 g Ricotta
50 g Zartbitterschokolade

6 getrocknete Aprikosen
Saft einer Zitrone
etwas Zucker
Wasser

Den Zucker mit Wasser, Zimt und Vanille aufkochen. Für gut 6 Minuten kochen lassen bis ein dickflüssiger Sirup entstanden ist. Den Sirup leicht abkühlen lassen und dann mit dem Ricotta vermischen. Die Schokolade in einer Tasse über einem Wasserbad schmelzen und unter die Ricottamasse heben. Für min 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Die getrocketen Aprikose grob würfeln. Mit Zitronensaft und Wasser (die Aprikosen sollten gut bedeckt sein) aufkochen. Für 10 Minuten leise köcheln lassen. Mit Zucker abschmecken. Abkühlen lassen.

Von der Ricotta-Schokoladen-Creme Nocken abstechen und mit dem Aprikosenkompott anrichten.

Vielen lieben Dank an Marleyspoon für die Challenge! Wer da auch mal mitmachen will, kann sich bis zum 16.9. bei mir melden.

Tomate trifft auf Wodka

Tomate trifft auf WodkaWir kochen mit Wodka” ist das diesjährige Foodblogger Thema für die Frankfurter Buchmesse. Hicks. Da will ich auch dabei sein, obwohl ich noch nicht 100%ig weiss, ob ich am 10.10. überhaupt Zeit habe. Über die anderen Preise freue ich mich natürlich auch ;-)

Gekocht habe ich für das Event von Claudia von “Dinner um Acht” nicht sehr viel. Einfach etwas Wasser zum Kochen gebracht damit ich die Tomaten enthäuten kann. Ganz einfach also. Ich stelle mir vor, dass beide Gerichte zu einem lauschigem Sommerabend (mit vielen Mücken) an einem See in Finnland passen. Soweit ich weiss, wird in Finnland der Wodka eher getrunken als zum Kochen verwendet.

Tomate trifft auf WodkaBegonnen habe ich mit einer weissen Tomaten Gazpacho
150 g gehäutete weisse Tomate (z.B. shah mikado white oder Schneewittchen) ohne Samen (die für das nächste Jahr aufbewahren)
2 TL Bison Wodka
Salz/Pfeffer

Alle Zutaten mit dem Mixer kurz pürieren. In ein Glas geben und im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Mit etwas rotem Basilikum garnieren. Dazu eine Scheibe Brot mit Butter und Frischkäse mit Kräutern reichen.

Tomate trifft auf WodkaWeiter geht es mit einem grünen Tomatendrink
200 g grüne gehäutete Tomaten (Green Zebra oder Green Grapes) ohne Samen (aufheben für das nächste Jahr)
1 TL Bison Wodka
40 ml klaren Wodka
Salz/Pfeffer
Eiswürfel

Alle Zutaten im Mixer kurz pürieren. Mit Salz/Pfeffer würzen. In ein Glas mit Eiswürfeln geben und geniessen.

Kochen mit Wodka

Perfekt ist, dass die Beiträge auch zu dem Event “smooth food” von Claudia von “Geschmeidige Köstlichkeiten” hosted by zorra passt.

Blog-Event CI - Smooth food, geschmeidig und genussvoll! (Einsendeschluss 15. September 2014)

Urdinkel Baguettes

Urdinkel BaguettesVor einiger Zeit war ich in Zofingen auf dem grössten Biomarkt der Schweiz. Dort gab es viele tolle Produkte und ich hatte die erste Begegnung mit Urdinkel. Was ist daran anders als ganz normaler Dinkel? Das habe ich mich auch gefragt und die Antwort auf der Website von Urdinkel.ch gefunden: “Helvetiens älteste erhaltene Dinkelkörner gehen auf die Pfahlbauerzeit zurück. Doch ebenso gut wie an Seen gedeiht der anspruchslose, robuste UrDinkel auch auf kargen Böden und in rauen, niederschlagsreichen Höhenlagen bis 1400 m ü. M. Während sich der Weizen in bevorzugten Getreidegebieten im letzten Jahrhundert durchgesetzt hat, sind Produzenten in raueren Gegenden dem UrDinkel treu geblieben. Heute erstreckt sich das angestammte Anbaugebiet von Schweizer UrDinkel v.a. über 9 Kantone. Hauptanbaugebiete sind die Kantone Bern, Luzern und Aargau, gefolgt von Baselland, Thurgau, Solothurn, Jura und Zürich. In diesen Gebieten herrschen gemischte Betriebe mit Tierhaltung und Ackerbau vor. UrDinkel trägt hier zur Sicherung des Einkommens wie auch zur Vielfalt und Bereicherung der Kulturlandschaft bei.”
Da ich direkt an der Schweizer Grenze wohne, kaufe ich mir auf dem Heimweg hier und da mal Urdinkelmehl in der Migros. Inzwischen backe ich ganz gerne damit, wobei man auch bei dem Urdinkel nicht auf das Kochstück verzichten sollte.

Soviel zum Urdinkel. Mein letztes Urdinkel Brot war ein Baguettes, eigentlich 3 Baguettes für MaRa und den aktuellen BBD “Brotstangen”. Für die Baguettes braucht es etwas Geduld, 3 Tage Geduld.

für 3 kleine Baguettes
Kochstück
55 g Urdinkelmehl (hell)
275 g Wasser

Autolyse-Teig
Kochstück
275 g Urdinkelmehl (hell)

Hauptteig
Autolyse-Teig
2 g Frischhefe
6,5 g Salz
2 g Zucker

Für das Kochstück rührt man das Mehl ins Wasser, lässt es aufkochen und nun für 2 Minuten auf der noch heissen Herdplatte. Es sollte eine zähe, schwer beschreibare Masse entstanden sein. Nun lässt man das ganze für 4-12 Stunden ruhen.

Danach mischt man das restliche Mehl zu dem Kochstück und lässt das ganze für 1 Stunde ruhen.

Nach der Stunde gibt man die restlichen Zutaten zu dem Autolyse-Teig. Ich habe das ganze für 6 Minuten auf Stufe 1,5 (von 4) rühren lassen (lang lebe meine MUM). Nun gibt man den Teig in einen grosse Schüssel, deckt sie ab mit Klarsichtfolie und gibt den Teig für 2-3 Tage in den Kühlschrank zum Chilen.

Nach 3 Tage Geduld teil man den Teig in 3 gleichgrosse Stücke. Aus diesen formt man Zylinder und lässt sie für 10 Minuten ruhen. Aus den Zylindern zaubert man dann Baguettes (oder so was ähnliches). Diese mit dem Schuss nach oben auf eine bemehlte Fläche für 35 Minuten zugedeckt gehen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 250°C vorheizen. Die Baguettes umgedrehen und auf Backpapier geben. Die Baguettes diagonal einschneiden und ab damit in den Ofen. Die Temperatur auf 230°C reduzieren und die Baguettes 25 Minuten backen.

Urdinkel Baguettes

Die Baguettes aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Okay, sie schmecken auch warm mit etwas Butter göttlich.

InspirationPlötzblog – Dinkelbaguettes

Urdinkel Baguettes

Zucchini-Schokoladen-Kuchen

Zucchini-Schokoladen-KuchenWie mir wordpress am Sonntag mitteilte, gibt es Food for Angels und Devils nun schon seit 6 Jahren. Damals hatte ich noch keine Ahnung vom Bloggen und benutzte die Seite nur für Rezepte. Die Idee war eigentlich, dass ich hier die Rezepte in Englisch posten werde. Die Idee lebte nicht lange und ganz gemütlich begann ich zu bloggen. Ich werde bestimmt nicht die Bloggerin werden, die seiteweise Text schreibt, aber was ich tue kommt von Herzen. Da ich nebenbei noch einen Fulltimejob habe, bleibt mir nicht immer viel Zeit zum Bloggen.
Unwissend kam es, dass ich zum Bloggeburtstag mir einen Kuchen gebacken haben. Ein Kuchen, der zur Zeit die Runde macht. Damit begonnen hat ‘Miri’s Kitchen‘ gefolgt von ‘Feines Gemüse‘. Gesehen habe ich ihn bei Aniko von ‘Paprika meets Kardamom‘. Nun habe ich ihn gebacken. Ist der vielleicht lecker. Teilen? Keine Chance, der ist einfach zu lecker.

für eine 25 cm Kastenform
240 g Mehl
50 g Kakaopulver
1 TL Natron
1/2 TL Backpulver
eine Prise Salz
1 Vanilleschote (die Samen davon)
3 Eier
120 ml Öl
120 g Vollrohrzucker (oder normaler)
350 grob oder fein geriebene Zucchini
2 handvoll Walnusskerne, leicht zerkleinert
ca 50 g weisse Schokolade, gewürfelt

Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die trockenen Zutaten mischen und zur Seite stellen.

Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Nach und nach das Öl dazugeben. Die Samen der Vanilleschote untermischen. Die trockenen Zutaten daruntergeben und gut vermischen. Zum Schluss die Zucchini, Walnusskerne und Schoggiwürfel unterheben.

Den Teig in die gut gefettete Kastenform geben. Der Kuchen braucht ca 50-60 Minuten im Ofen. Der Stäbchentest ist hier am Schluss sinnvoll.

Den Kuchen in der Form ca 5 Minuten auskühlen, dann den Kuchen auf ein Gitter stürzen und fertig auskühlen lassen.

Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben. Fertig :-)

Zucchini-Schokoladen-Kuchen