Nachgebacken: Bauernbrot nach Bäcker Süpke

BauernbrotBei Zorra bin ich auch das Bauernbrot nach Bäcker Süpke gestossen. Dies war für mich auch mal wieder ein Anstoss Sauerteig anzusetzen. Ab und zu passieren auch Wunder und der Sauerteig ist sogar gelungen. Nun stand nichts mehr im Weg das Brot nachzubacken.

für 1 grosses Bauernbrot:
Hebel
110 g Weizenmehl 550
100 g Wasser
1 g Frischhefe

Sauerteig
100 g Volkornroggenmehl
100 g Weizenmehl 550
200 g Wasser
10 g aufgefrischter Weizensauerteig

Brotteig
Hebel
Sauerteig
5 g Hefe
200 g Wasser
350 g Weizenmehl 550
115 g Volkornroggenmehl
15 g Salz

Hebel und Sauerteig 18 Std. vor dem Backen ansetzten. Den Hebel für 2 Std. anspringen lassen und dann für 14 Std in den Kühlschrank geben. 2 Std. vor dem Backen wieder aus dem Kühlschrank holen und auf Raumtemperatur bringen. Der Sauerteig bleibt die ganze Zeit in der Küche und wandert nicht in den Kühlschrank. In der Küche sollte es ca. 26°C haben.

Für den endgültigen Teig, Hebel, Sauerteig, Hefe, Weizen- und Volkornmehl mit einem Teil von dem Wasser auf Stufe 1,5 (von 4) für 4 Minuten kneten lassen. Das Wasser nach und nach dazugeben bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Das Salz hinzufügen und für weitere 6 Minuten auf Stufe 2 (von 4) kneten lassen.

Den Teig 30 Minuten gehen lassen.

Den Teig in eine runde Form bringen, in ein Gärkörbchen geben und für 60 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 250°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Das Brot auf das Backblech geben, einschneiden und den Ofen leicht mit Wasser besprühen. Das Brot für 10 Minuten bei 250°C, dann für 10 Minuten bei 220°C backen und dann den Ofen kurz öffnen damit der Dampf entweichen kann. Das Brot bei 200°C für 10 Minuten und dann für 30 Minuten bei 180°C backen. Das Brot auskühlen lassen.

Da für mich als Single so ein Brot zu gross ist, habe ich es in 4 Stücke geteilt und 3 davon eingefroren. So habe ich immer lecker Brot bei Bedarf. Jetzt hoffe ich nur noch, dass der Sauerteig überlebt und ich welchen habe, wenn ich das Brot wieder backen werde.

Gyudon

GyudonHarumi Kurihara ist eine sehr berühmte Kochbuch-Autorin in Japan. In jeder Buchhandlung findet man Kochbücher oder Zeitschriften von ihr. Ein Kochmagazin (auf japanisch) habe ich mir sogar mal gekauft. Glücklicherweise wird dort sehr viel mit Bildern gearbeitet und ich kann sogar hier und da mal ein Rezept nachkochen. Meistens brauche ich allerdings mein Wörterbuch und dann kann so ein einfaches Gericht schon mal Stunden dauern. Glücklicherweise bekommt man ihre Kochbücher auch auf Deutsch. Eines meiner Lieblingsbücher von ihr ist “Harumis japanische Küche“.
Dieses Gericht stammt aus diesem Buch und wurde von mir etwas angepasst. Der Weisswein macht das Fleisch wunderbar zart.
Ich mag dieses Gericht, da es a) schnell zubereitet und b) super lecker ist. Gerne sitze ich irgendwo in der Wohnung, die Schale Reis mit dem Rindfleisch in einer und die Stäbchen in der anderen Hand. Dann bin ich für einen Moment in Japan :-)

für 1 Person
1 Zwiebel (so ca 100 g), in breite Ringe geschnitten
50 ml Weisswein
25 ml Wasser
200 g Rindfleisch, in dünne Scheiben geschnitten
35 ml Sojasauce
35 ml Mirin
1 EL Zucker
2-4 Stangen grüner Spargel, in mundgerechte Stücke geschnitten
eingelegtes japanisches Gemüse
1 Portion gekochten japanischen Reis (ca 150 g)

Weisswein und Wasser in einer Pfanne aufkochen. Das Rindfleisch dazugeben und für ein paar Minuten köcheln lassen.
Sojasauce, Mirin und Zucker hinzufügen. Einen Deckel auf die Pfanne geben. Zur Not tut es auch ein Deckel aus Alufolie. Alles für ein paar Minuten weiterköcheln lassen.
Den Deckel abnehmen und die Zwiebeln und Spargelstücke dazugeben. Alles solange köcheln lassen, bis Spargel und Zwiebel gar sind.
Das Gericht auf der Portion Reis anrichten. Dazu etwas eingelegtes Gemüse geben und mit Sesam bestreuen.

Eisheilige treffen auf heisse Schoggi

hot chocolateZur Zeit machen bei uns die Eisheiligen Überstunden. Es ist Mai und es fühlt sich an wie Januar. Es ist kalt und regnerisch. Wenn jetzt noch einmal Schnee käme, würde es mich nicht wundern. Nun ja …

Zeit also wieder eines meiner Souvenirs von den Philippinen auszupacken. Auf den Philippinen wird auch Kakao angebaut, was ich bis dato nicht wusste. Die Filipinos lieben auch heisse Schoggi zum Frühstück. Dazu gibt es gebratenen, getrockneten Fisch mit Rührei. Das ist nicht wirklich meins. Aber die heisse Schoggi mag ich auch zum Frühstück oder anderen Tageszeiten. Auf Leyte gab es eine Markt, wo ich gepressten Kakao gefunden habe. Das ist gemahlener Kakao, der in eine runde Form gepresst wird. Ich habe welchen von Mindanao und Leyte mitgenommen. 2 von diesen “Kakaotabletten” sind ideal für eine grosse Tasse heisse Schoggi.

250 ml Milch
1 Prise gemahlener Ingwer
1 Prise scharfes Paprikapulver (Chili)
1 TL gemahlene Vanille
1-2 EL Honig
2 Kakaotabletten oder 2 EL 100%ig Kakaopulver oder 20 g 100%ig Schokolade

Milch mit Ingwer, Paprikapulver, Vanille und Honig aufkochen. Kakaotabletten dazu geben und auflösen lassen. Mit einem Pürierstab schaumig aufschlagen. Fertig ist ein wunderbares Getränk, dass hoffentlich die Eisheiligen vertreibt ;-)

toffee, banana & pineapple crumble

toffee, banana & pineapple crumbleFür Zorra bin ich immer noch kulinarisch in “down under” unterwegs. Eigentlich wollte ich noch ein BBQ anbieten, aber dafür ist es zur Zeit eindeutig zu kalt. Also gibt es noch mal etwas Soulfood.

Wie ich bei Wikipedia gelesen habe, haben die Engländer vor sehr langer Zeit ihre Gefangenen nach Australien gebracht. Diese hatten die Wahl entweder in England im Gefängnis zu bleiben oder in Australien eine neue Bleibe aufzubauen. So kamen die ersten Engländer dorthin. Nach dem 2ten Weltkrieg gingen auch wieder sehr viele Engländer nach Australien. Laut meinem Ex-Freund (Engländer) wurde dies von der englischen Regierung unterstützt.

Vermutlich kam auch so der Crumble nach Australien. Ich selber habe Crumbles in England kennen und lieben gelernt. Zusammen mit einer Kugel Vanilleeis oder Vanillesauce sind die einfach nur zum Reinlegen. So habe ich für Zorra einen leicht exotischen Crumble gebacken. Man kann ihn bestimmt auch sehr gut irgendwo in Australien geniessen.

für 2 Personen (eine 600ml ofenfeste Form)

Füllung
2 kleinere, reife Bananen
260 g Ananans aus der Dose (Abtropfgewicht)
12 g Butter
37 g Muskovado Zucker
1 EL Rum
2 EL Schlagsahne

Streusel
62 g Mehl
25 g Kokosraspeln
37 g Rohrzucker
37 g kalte Butter

Den Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.

Für die Streusel alle Zutaten gut vermengen bis Streusel entstanden sind.

Für die Füllung die Bananen und Ananas in Stücke schneiden. Die Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen, die Ananas und den Zucker zugeben und für 2 Minuten köcheln lassen. Die Bananen dazugeben und gut umrühren. Den Rum dazugeben und für ein paar Sekunden verdampfen lassen. Zum Schluss kommt die Sahne dazu. Auch die kurz aufkochen lassen bis die Sauce einer Karamellsauce ähnelt. Die Füllung in die Form geben und mit den Streuseln bedecken. Der Crumble kommt für 16 Minuten in den Ofen. Den Crumble kurz auskühlen lassen bevor man ihn mit Vanillesauce serviert.

Zu Crumbles liebe ich Vanillesauce. Für diesen Crumble habe ich die folgende Vanillesauce hergestellt.

500 ml Milch
55 ml Sahne
1 Vanilleschote
4 Eigelb
30 g Zucker
2 TL Stärke

Die Vanilleschote halbieren und auskratzen. Zusammen mit der Milch und Sahne erhitzen. Die Eigelb mit dem Zucker und der Stärke schaumig schlagen. Die heisse Milch langsam unter die Eigelbmasse rühren. Alles in einen Topf geben und so lange erhitzen bis eine cremige Sauce entstanden ist. Die Masse darf nicht mehr kochen, da es ansonsten Rührei mit Vanillegeschmack gibt ;-)

8 Jahre Blog-Event - Down Under im kochtopf plus Verlosung (Einsendeschluss 15. Mai 2013)

badische Erdbeeren

strawberriesEndlich ist es soweit, die Erdbeersaison 2013 hat begonnen. Gestern gab es die ersten badischen Erdbeeren auf dem Wochenmarkt. Da sie im Tunnel gewachsen sind, waren sie noch teuer, aber das war mir egal. Ich wollte endlich Erdbeeren haben ;-)

Die eine Hälfte habe ich pur gegessen und die andere eingezuckert. Irgendwie wollte ich Schlagsahne dazu haben. Im Migros stand ich dann vor dem Regal mit “Rama Cremefine zum Schlagen”. So ein paar Kalorien sparen, schadet ja bestimmt nicht. OMG! Hätte ich doch vorher nur den Bericht von Foodwatch gekannt. Wenn man das Fläschchen öffnet kommt einem ein leicht seltsamer Geruch entgegen. Nun ja, dachte ich, liegt vielleicht an der Verpackung. Also habe ich etwas davon mit Puderzucker aufgeschlagen. Das gab es zu den gezuckerten Erdbeeren. Zusammen mit den Erdbeeren konnte man die light Schlagsahne essen, pur ist sie einfach nur ekelhaft. Das war das erste und letzte Mal, dass ich diese light Schlagsahne gekauft habe. Irgendwie ist mir rätselhaft, wie ein Fernsehkoch dafür Werbung machen kann. Das nächste Mal kaufe ich wieder ganz normale Sahne. Aus dem Rest mache ich dann Butter a la Luna ;-)

nachgekocht: Rhabarber (Chili) Ketchup

Rhabarber (Chili) KetchupBei Luna habe ich das Rezept für das super leckere Rhabarber Ketchup gefunden. Also los auf den Wochenmarkt und Rhabarber einkaufen. In der Migros habe ich auch noch “hot chili peppers from all over the world” gefunden. Irgendwie muss ich mich da etwas mit der Beschreibung vertan haben. Glücklicherweise habe ich recht schnell gemerkt, dass da keine milden Chilis im Ketchup schwimmen. Die Chilis waren recht schnell aus dem Ketchup und so kann man den Ketchup ohne innere Verbrennungen geniessen ;-)

Ich habe mich ja neulich beim Abfüllen von Marmelade recht übel am Daumen verbrannt. Da dies nicht wirklich toll war, habe ich jetzt einen Marmeladentrichter von WMF. Der funktioniert auch super beim Abfüllen von dem Ketchup. Ist echt ein praktisches Teil und wird in Zukunft häufiger verwendet.

Rhabarber Aprikosen Konfitüre

Rhabarber-Aprikosen KonfitüreNeulich war ich im Engadin unterwegs. Unter anderem auch in dem wunderbaren Dorf Soglio. Dort gibt es eine kleine Bottega, wo man ganz viele leckere Sachen findet. Der Laden ist ein Selbstbedienungsladen, wo man brav und artig aufschreibt was man eingekauft hat und den Betrag in die Kasse gibt. Dort habe ich mir eine Rhabarber-Aprikosen Konfitüre nebst Kastanienmehl mitgenommen. Ist die lecker! Da Soglio nicht um die Ecke liegt, habe ich das Internet nach Rezepten durchsucht (es lebe google search). Dies hier ist meine erste Version. Meiner Meinung nach hätte man gut und gerne mehr Aperol hinzufügen können.

1 kg geputzten Rhabarber
150 g getrocknete Aprikosen
350 g Wasser
2 EL Aperol (gerne mehr)
1 Päckchen Gelierzucker 3:1

Aprikosen würfeln, mit dem Wasser übergiessen und für 2 Std einweichen. Danach alles aufkochen und für 30 min köcheln lassen. Den Rhabarber in dünne Scheiben schneiden. Aprikosen pürieren. Aprikosenpüree, Rhabarber, Aperol und Gelierzucker in einen grossen Topf geben. Aufkochen und für 3 Minuten kochen lassen, pürieren und in die vorbereiteten Marmeladengläser einfüllen (auf die Finger aufpassen – Verbrennungsgefahr …). Die Gläser auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. Fertig ist eine fruchtig frische Marmelade :-)