Zucchini-Schokoladen-Kuchen

Zucchini-Schokoladen-KuchenWie mir wordpress am Sonntag mitteilte, gibt es Food for Angels und Devils nun schon seit 6 Jahren. Damals hatte ich noch keine Ahnung vom Bloggen und benutzte die Seite nur für Rezepte. Die Idee war eigentlich, dass ich hier die Rezepte in Englisch posten werde. Die Idee lebte nicht lange und ganz gemütlich begann ich zu bloggen. Ich werde bestimmt nicht die Bloggerin werden, die seiteweise Text schreibt, aber was ich tue kommt von Herzen. Da ich nebenbei noch einen Fulltimejob habe, bleibt mir nicht immer viel Zeit zum Bloggen.
Unwissend kam es, dass ich zum Bloggeburtstag mir einen Kuchen gebacken haben. Ein Kuchen, der zur Zeit die Runde macht. Damit begonnen hat ‘Miri’s Kitchen‘ gefolgt von ‘Feines Gemüse‘. Gesehen habe ich ihn bei Aniko von ‘Paprika meets Kardamom‘. Nun habe ich ihn gebacken. Ist der vielleicht lecker. Teilen? Keine Chance, der ist einfach zu lecker.

für eine 25 cm Kastenform
240 g Mehl
50 g Kakaopulver
1 TL Natron
1/2 TL Backpulver
eine Prise Salz
1 Vanilleschote (die Samen davon)
3 Eier
120 ml Öl
120 g Vollrohrzucker (oder normaler)
350 grob oder fein geriebene Zucchini
2 handvoll Walnusskerne, leicht zerkleinert
ca 50 g weisse Schokolade, gewürfelt

Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die trockenen Zutaten mischen und zur Seite stellen.

Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Nach und nach das Öl dazugeben. Die Samen der Vanilleschote untermischen. Die trockenen Zutaten daruntergeben und gut vermischen. Zum Schluss die Zucchini, Walnusskerne und Schoggiwürfel unterheben.

Den Teig in die gut gefettete Kastenform geben. Der Kuchen braucht ca 50-60 Minuten im Ofen. Der Stäbchentest ist hier am Schluss sinnvoll.

Den Kuchen in der Form ca 5 Minuten auskühlen, dann den Kuchen auf ein Gitter stürzen und fertig auskühlen lassen.

Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben. Fertig :-)

Zucchini-Schokoladen-Kuchen

Cocktailgurken im Glas

GewürzgurkenEs ist Sommerzeit und somit Erntezeit auf Balkonien. Dieses Jahr ist mein Balkon so voll wie nie zuvor. Überall wächst und gedeiht was. Bis auf ein paar Blümchen und zwei Rosen kann man alles essen. Dieses Jahr habe ich viele Sorten von ProSpecieRara auf ihre Balkontauglichkeit getestet. Dazu gehört u.a. auch die Cocktailgurken. Cocktailgurke? Yep, so heisst die Gurke. Es sind kleine Gurken, die ungefährt so gross wie Oliven werden. Diese kann man pur essen oder sauer einlegen. Da ich sehr viele Gurken hatte, habe ich alle geerntet und auf 4 Gläser verteilt. In zwei Gläser kamen noch Paprika und ein paar Scheiben Karotten (beides auch von Balkonien) dazu. Seit einer Woche stehen die Gläser nun in einem dunklen Raum und müssen min noch 2 Wochen ziehen. Nicht wirklich was für eine super ungeduldige Person wie mich :-)

Für 4 Einmachgläser a 230 ml
viele kleine Cocktailgurken (und bei Bedarf Paprika und Karotten)
200 ml Weissweinessig
100 ml Weisswein
100 g Vollrohrzucker (normaler tut es auch)
8 Wachholderbeeren
8 Pimentkörner
1 TL Senfsaat
1 EL Salz
4 kleine Lorbeerblätter
8 Zweige Dill
4 Zweige Bohnenkraut

Den Ofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Gurken auf die 4 sterile Gläser verteilen. Sollten sie nicht ausreichen, die Gläser mit Paprika und Scheiben von Möhren auffüllen. Bohnenkraut, Dill und die Lorbeerblätter auf die Gläser verteilen.

Die Zwiebeln pellen, fein schneiden und mit den restlichen Zutaten aufkochen. Den Sud zugedeckt ca 5 Minuten köcheln lassen.

Den Sud auf die Gläser verteilen und dabei schauen, dass alles gleichmässig verteilt wird. Die Gläser mit den Deckeln zuschrauben und in eine Auflaufform stellen. In diese ca 5 cm heisses Wasser angiessen. Wichtig ist, dass die Gläser sich nicht berühren.

Nun die Aufflaufform auf die erste Schiene von unten stellen und nun alles für 30 Minuten garen.

Die Gläser aus der Form nehmen und kopfüber auf ein Gitter stellen. Die Gläser so auskühlen lassen.

Nun braucht es 3 Wochen Geduld, viel Geduld, ganz viel Geduld :-)

Dies ist mein erster Beitrag für das Event “Sommer, Sonne, Erntezeit” von Henriette von LanisLeckerEcke.

Mirabellenknödel

MirabellenknödelSandra von “From-Snuggs-Kitchen” sucht kulinarische Kindheitserinnnerungen von uns.

Ich selber wurde in Freiburg geboren und darf mich deshalb Badnerin nennen. Meine Eltern kommen aber beide nicht von hier. Mein Papa ist kurz nach dem Krieg aus der Nähe von Dresden zu Verwandte nach Freiburg gekommen. Meine Mutter stammt aus Berlin und ist auch nach Freiburg gezogen. So kam es, dass sie sich  auf dem Pilatus in der Schweiz getroffen haben. Es folgte die Hochzeit  und zwei Kinder. Zuerst kam mein Bruder auf die Welt und 2 Jahre später ich. Man merkt meiner Küche wohl auch an, dass ich ein Sommerkind bin. Im Bauch meiner Mama habe ich wohl schon fleissig Beeren genossen und meine erste feste Nahrung war bestimmt ein Zwetschgenknödel ;-) Nebst vielen Ferien in Südtirol und vielen Mittagessen bei Onkel und Tante meines Papas, kam es wie es kommen musste. Ich liebe Knödel über alles und kann nicht mehr ohne. Zumal es soviele verschiedene Knödel gibt. So kommt es, dass mein Gericht für Sandra was mit Knödel zu tun hat.

für ca 12 Mirabellenknödel
300 g festkochende Kartoffeln
125 g Mehl
20 g Butter
1 Ei
1 Prise Salz
Gries
12 Mirabellen
12 Stück Würfelzucker
Zimt/Zucker-Mischung
75 g Butter

Die Kartoffeln kochen, warm schälen und gleich durch die Kartoffelpresse drücken. Gut abkühlen lassen. Mehl, Butter, Salz und das Ei dazugeben und zu einem Teig kneten. Falls er noch etwas feucht ist, Gries bzw. etwas mehr Mehl dazugeben. Den Teig für 30 Minuten kühl stellen.

In der Zwischenzeit die Mirabellen halbieren und mit einem Würfelzucker bestücken.

Vom Teig ca 1 El abstechen. Mit nassen Händen den Teig flachdrücken, die Mirabelle hineinlegen und zu einem Knödel formen.

Wasser in einem grossen Topf zum Kochen bringen. Die Knödel reinlegen und für 30 Minuten ziehen (nicht mehr kochen) lassen.

Die Butter braun werden lassen. Die Knödel auf die Teller verteilen, mit Zucker/Zimt bestreuen und mit der braunen Butter übergiessen.

Kindheitserinnerungen

Basler Brot

 Bread Baking Day #69 - Regionale Brote / Local breads (last day of submission Juny 1st, 2014)Der Gourmet sucht beim aktuellen BBD Event “regionale Brote“. Ich wohne hier im Dreiländereck Deutschland – Schweiz – Frankreich. So habe ich hier auch eine ganze tolle Auswahl an verschiedenen Broten. Auf dem Markt gibt es hier jeden Donnerstag und Samstag leckere Baguettes aus dem Elsass. Dann hat es hier das Wiesentäler Brot. Meine Bäckerei Paul hat ein leckeres Hausbrot. In Basel gibt es u.a. das ganz feine Basler Brot. Dafür verwendet man das Ruchmehl, welches man hier überall bekommt. Ich war von meiner ersten Version echt begeistert und werde das Brot noch häufiger backen.

Gesäuerter Vorteig
75 g Ruchmehl
75 g Wasser
10 g Anstellgut (100% Hydratation)
0,1 g Frischhefe

Hauptteig
Vorteig
340 g Ruchmehl
260 g Wasser
12 g Frischhefe
14 g Salz

Für den Vorteig alle Zutaten gut vermischen und für ca 18 Stunden gären lassen.

Nun alle Zutaten bis auf Salz und Wasser in eine Schüssel geben. Zuerst auf Stufe 1 (von 4) für 5 Minuten kneten. Dabei nach und nach Wasser hinzugeben. Der Teig sollte schön elastisch sein. Dann das Salz hinzugeben und den Teig für weitere 6 Minuten auf Stufe 2 (von 4) kneten lassen. Evtl. noch etwas Wasser hinzugeben.

Den Teig nun für eine Stunde ruhen lassen. Dabei alle 20 Minuten einmal strecken und falten.

Den Teig halbieren und leicht länglich formen. Beide Teiglinge mit dem Schuss nach oben im Bäckerleinen für 45 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 270°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Teiglinge so auf ein Blech setzten, dass sie sich an den Enden berühren. Für 10 Minuten bei 270°C und für 30 Minuten bei 230°C backen lassen. Das Brot auf einem Rost auskühlen lassen.

Basler Brot

Fertig ist ein super leckeres Brot.

Basler Brot

Inspiration: Basler Brot von Plötzblog

Basler Brot

cold brew coffee

cold brew coffeeDer Sommer ist da. Hier war er bis jetzt meistens sonnig und bis auf wenige Tage kühlte es in der Nacht richtig gut ab. Allerdings ist dies gerade erst einmal der Anfang. Es werden Nächte kommen, wo es richtig heiss ist und man jegliche Form der Abkühlung sucht. Man will nicht kochen – ist ja zu heiss dafür, man will sich nicht bewegen – ist ja auch dafür zu heiss, man will eigentlich gar nix machen. Nun ja, das geht nicht und so versuche ich im Sommer zusätzliche Hitzequellen zu vermeiden. Gekocht wird auf dem Grill und Kaffee kann man auch wunderbar kalt aufbrühen. Kalt aufgebrührter Kaffee? Geht das überhaupt? Ja, das funktioniert super und der Kaffee schmeckt sogar richtig gut.

Man nehme 200 g Kaffeebohnen und mahlt die zu Kaffeepulver (muss nicht super fein sein). Das Kaffeepulver vermischt man nun mit 1 Liter kaltem Wasser. Diese Mischung lässt man nun für 12 Std. in der Küche stehen. Danach siebt man die Kaffee zuerst durch ein feines Sieb und danach durch einen Kaffeefilter. So, nun hat man ein Kaffeekonzentrat was sich 1-2 Wochen im Kühlschrank hält.

Bei 30 Grad und mehr nimmt man nun 1 Teil von dem Konzentrat und vermischt es mit 1 Teil kaltem Wasser. Dazu gibt man je nach Lust und Laune Eiswürfel und gesüsste Kondensmilch. Wer es doch lieber warm mag, gibt 1-2 Teile heisses Wasser dazu.

Der Kaffee schmeckt fast besser als der herkömmlich aufgebrühte Kaffee. Die Bitterstoffe werden kaum gelöst und der Geschmack ist viel intensiver. Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall!

So, dies ist meine Beitrag zum Blogevent “Zisch! Erfrisch mich” von Simone von der S-Küche hosted by the one and only Zorra.

Blog-Event C - Zisch! Erfrisch mich! (Einsendeschluss 15. Juli 2014)

Aloco

AlocoNun kommen wir zum Land, wo ich kurz vor dem Verzweifeln war, die Elfenbeinküste. Dort isst man gerne Yam- bzw. Tarowurzeln. Yamwurzeln bekommt man hier mit viel Glück, aber Tarowurzeln eher nicht. Was sind eigentlich Tarowurzeln? Ich habe diese letztes Jahr mal auf Yap gegessen. Sie sind super lecker, aber manchen auch super schnell satt. 2-3 Bissen davon und ich war satt.

Nun ja, es gibt auch Gerichte von der Elfenbeinküste, wo man die Zutaten auch hier bekommt. Vielleicht nicht in jedem Supermarkt, aber ein gut sortierter Asialaden reicht. So kam es dazu, dass ich mich für das Gericht Aloco entschieden habe. Das werde ich bestimmt noch ein paar Mal kochen. Das ist echt richtig lecker.

für 1 Person
1 Glas rotes Palmöl (Asialaden)
1-2 Kochbananen (je nach Grösse)
2 Fleischtomaten, gehäutet
1 Chili
1 Zwiebel
1 Fischfilet mit Haut oder einen kleineren Fisch zum Grillen
Ingwer
Knoblauchzehe
Öl
Salz

Die Chili und Zwiebel putzen und fein würfeln. In etwas Palmöl anschwitzen. Die Tomaten würfeln und dazugeben. Etwas Wasser hinzugeben und alles langsam zu einer Sauce köcheln lassen. Die Sauche am Schluss mit Salz abschmecken.

Das Fischfilet kurz in einem Gemisch aus Ingwer, Knoblauchzehe und etwas Öl marinieren.

Das Plamöl erhitzen, die Kochbananen in dicke Scheiben schneiden, salzen und im Öl knusprig fritieren. Durch das rote Palmöl bekommen sie eine tolle Farbe. Abtropfen lassen und auf Küchenpapier geben.

Eine Pfanne oder den Grill erhitzen und das Fischfilet braten bzw grillen. Am Schluss etwas salzen.

Nun auf einem Teller die fritierten Kochbananenscheiben anrichten, das Fischfilet daraufgeben und nun die Sauce darüber verteilen.

Lieber Peter, nun bin ich fertig mit meiner Reise! Gerne bin ich wieder bei so einem Event dabei :-)

Blogevent zur Fußball-WM 2014 - Wir kochen uns um die Welt

Torrejas

TorrejasMeine nächste WM-Koch-Reise führte mich nach Honduras. In Honduras war ich schon einmal, genauer gesagt, auf Utila. Utila ist die Hochburg für Taucher, die Tauchlehrer werden wollen. Nicht schön gemütlich, sondern in wenigen Wochen vom Anfänger zum Tauchlehrer. Geht dort, auch wenn sie am Schluss noch nicht ausbilden dürfen, da sie noch nicht genügend Tauchgänge haben. Utila ist zudem die Heimat von US-Studenten für die Springbreak.

Bis auf die besten Zimtrollen ever, kann ich mich kaum an etwas kulinarisches erinnern. Auch ich war die meiste Zeit unter Wasser, aber jeden Morgen bin ich an der Bäckerei vorbeigelaufen, die diese Zimtrollen gebacken hat. Waren die göttlich. So kam es dazu, dass ich mir für Honduras etwas mit Zimt ausgesucht habe. Die Torrejas isst man eigentlich zu Weihnachten. Eigentlich, da sie im Sommer auch super lecker schmecken ;-)

für 1 Familie/4 Personen
1 Toastbrot oder Zopf
500g Muscovado-Zucker
6 Zimtstangen
5 Eier
2 cups Öl
4 cups Wasser
2 cups Milch

Man gebe Wasser und den Zucker mit den Zimtstangen in eine Topf und bringt es zum Kochen. Solange kochen, bis daraus ein Sirup entstanden ist. Auf die Seite stellen.

Die Eier trennen und das Eiweiss steif schlagen. Mit dem Eigelb vermischen.

Nun das Brot in dickere Scheiben schneiden und zuerst in die Milch und dann in das Eiergemisch dippen. Die Scheiben in heissem Öl in einer Pfanne braten.

Die fertig gebratenen Scheiben in den Sirup geben und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Morgen alles erhitzen, die Scheiben auf dem Teller anrichten, etwas Sirup darüber geben und essen. Torrejas dürfen nie kalt serviert werden.

Die nächste und letzte kulinarische Reise geht an die Elfenbeinküste. Lieber Peter, vielen Dank für dieses tolle Event!

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